Monte Duranno

Großartige Klettertour auf einen Aussichtsgipfel der Extraklasse, 2668 m.

Am Idealsten als 2 Tagestour, entweder auf Rifugio oder mit dem Zelt.

Der Monte Duranno am Aufstieg vom Val Cimoliana aus gesehen, freistehend lockt er uns Bergsteiger.
Der Monte Duranno am Aufstieg vom Val Cimoliana aus gesehen, freistehend lockt er uns Bergsteiger.

Talorte:

Als Talorte kommen drei Möglichkeiten in Frage. Zum einen Erto, 786 m, wenn ihr im Rifugio Maniago, 1730 m, übernachten wollt. Oder ihr startet am Passo di Sant Osvaldo, 825 m und steigt über den Pfad CAI 374a, zur Forcella Duranno, 2217 m, auf und übernachtet dort oben grandios gelegen mit eurem Zelt, oder ihr geht von Cimolais, 651 m, los und steigt auf dem Wanderweg CAI 374 zur Casera Lodina, 1567 m hoch gelegen zum Übernachten auf.

Alle drei Möglichkeiten haben ihre Reize, aber hoch oben an der Forcella Duranno im Zelt zu Übernachten und "den Sonnenaufgang" zu erleben, ist einmalig in den Friaulaner Dolomiten.

 

An der Forcella Duranno, dem Ausgangpunkt für die Klettertour zum Monte Duranno. Von hier aus beginnt die etwa 10 Seillänge lange Kletterei im unteren bis mittleren Schwierigkeits- bereich, 2 bis 3 minus, in etwa der alpinen Richterscala. Der Fels ist größtenteils recht fest und griffig, die Route gut zu finden und viele Abschnitte können erfahrene Kletterer auch ohne Seilsicherung frei Klettern.

Für den Abstieg ist aber das Seil wichtig, da zwei Abseilstellen das herunter kommen enorm erleichtern. Haken sind meist in ordentlichen Zustand vorhanden, so das nicht allzu viel Klettermaterial mitgenommen werden muß.

Wegverlauf:

Von Erto aus zum Rifugio Maniago problemlos und gut ausgeschildert auf geschotterten Talweg. Der Aufstieg zur Forcella Duranno CAI 374, gut markiert und die letzten 80 Hm. in leichter Kletterei erreichbar. Teilstück des Dolomiten Höhenweges 6. Trinkwasser unbedingt hier mitnehmen.

 

Vom Passo Sant Osvaldo ausgeschildert und gut markiert hinauf zur Forcella Lodina. Erst sehr viel im schattigen Wald aufsteigen, danach auf freien steilen Wiesenhang. Schöne Aussichten hinüber zum Col Nudo. Danach auf weniger steilen Wanderpfad immer in nördlicher Richtung zur Forcella Duranno.

 

Von Cimolais auf kleiner Straße taleinwärts in nördlicher Richtung am Campingplatz Bresin vorbei zur Ponte Compol. Hier links auf guten Wanderweg, CAI 374 ausgeschildert in 2 Stunden zur Casera Lodina aufsteigen. Hier kann in der Selbstversorger Hütte übernachtet werden. Letzte Trinkwasserquelle kurz unterhalb der Casera. Nun weiter hoch zur Forcella Lodina und weiter in nördlicher Richtung in einer Stunde zur Forcella Duranno auf 2217 m gelegen.

 

Auf dem Weg zum Monte Duranno, aus dem Gipfelbereich des Monte Lodina betrachtet.
Auf dem Weg zum Monte Duranno, aus dem Gipfelbereich des Monte Lodina betrachtet.

Kletterroute:

Für die Kletterroute wird für den Aufstieg etwa 3 Stunden berechnet, zum Abstieg weitere 2 Std. Die Route ist fast selbstredend zu finden.

Zuerst steigt man leicht rechtshaltend am gut sichtbaren Grat auf, danach kommt man auf ein deutliches Felsband. Dieses führt leicht rechtshaltend in eine Schlucht und hier steigt man weiter auf. Danach führen Felskanten und kleine Rinnen weiter rechts vom Hauptgrat in Richtung Gipfel teilweise steil und etwas ausgesetzt hoch. Ihr solltet euch für den Abstieg diesen Teil gut einprägen, evt. farbliches Papier gut von oben sichtbar mit Steinen auslegen. Danach kommt man auf den Gipfelgrat, hier den Ausstieg sich merken, und klettert und wandert nun leicht hoch zum Gipfel.

Gute Kletterer können auch direkt meist am Grat des Monte Duranno klettern, etwa 3 minus bis 4 minus, Aufstieg direkt von der Forcella Duranno zum Grat, auch hier immer etwas rechtshaltend bleiben, viele schöne Rinnen und griffige Gratabschnitte.

 

Am Beginn der Kletterroute zum Monte Duranno, hier unbedingt rechts bleiben, nicht in die Wand.
Am Beginn der Kletterroute zum Monte Duranno, hier unbedingt rechts bleiben, nicht in die Wand.
Der direkte Grataufstieg zum Monte Duranno
Der direkte Grataufstieg zum Monte Duranno
Am Normalaufstieg gesehener Steinbock
Am Normalaufstieg gesehener Steinbock

Meine Empfehlungen:

Bei besten Wetterbedingungen solltet ihr unbedingt oben mit einem Zelt übernachten. Trinkwasser findet man meist etwas unterhalb auf dem Weg zum Rifugio Maniago.

Ein Weiterweg in Richtung Bivacco Greselin - Dolomiten Höhenweg 6 - in nördlicher Richtung mit einplanen, großartige klassische Bergsteiger Route.

Wer unbedingt eine detailierte Kletterbeschreibung Seil für Seil benötigt, Luca Visentini aus Claut, hat in seinem Bergbuch über die Friaulaner Dolomiten eine in italienischer Sprache beschrieben.

 

Hervoragende Einblicke zum Monte Duranno. Rechts seitlich vom Hauptgrat geht es aufwärts.
Hervoragende Einblicke zum Monte Duranno. Rechts seitlich vom Hauptgrat geht es aufwärts.