4 Tages Hüttentour

Der Touren - Verlauf:

Im Gegensatz zu den bisherigen italienischen Informationen habe ich diese Rundtour gegen den Uhrzeigersinn gemacht, und das mit gutem Grund. So stieg ich die anspruchsvolleren Schluchten lieber bergauf, weniger Sturz- und Abrutschgefahr, und die angenehmeren bergab. Dazu kommt der fotografischer Aspekt mit dem Gegenlicht. Weiter war ich auch an den schönsten Tagen alleine unterwegs, da die geführten Gruppen mit dem Uhrzeigersinn marschierten.


Rifugio Padova
Rifugio Padova
Forcella Montanaia
Forcella Montanaia

Erste Etappe:

Vom Rifugio Padova zum Rifugio Pordenone. 5:30 Std. - 1080 Hm. markierte Steige 346 + 342 + 353.

Zuerst etwa 30 Min. auf Steig 346 in Richtung Forcella Scodavacca aufsteigen, Weggabelung - nun weiter rechts auf Steig 342 durchs Val d Arade hoch, weitere 45 Min. Weggabelung - nun direkt nach Süden, Steig 353 zur Forcella Montanaia, 2333 m. Die letzten 300 Hm. sind anstrengend, eine Schutt- und Geröllschlucht sehr steil bergauf. Meist kommt man an der rechten Begrenzungsseite der Schlucht voran. Kaum noch eine Steigtrasse erkennbar, immer den rotweissen Markierungen nach. Keine Steine lostreten. Nach drei Stunden von der Hütte aus ist man an der Forcella Montanaia angelangt. Grandiose Ausblicke anch Süden - wie auch zurück.

Val Montanaia
Val Montanaia

Nun Problemlos bergab zur Campanile, am Bivacco Perugini vorbei und links haltend hinunter in das untere Val Montanaia. Hier wechseln sich wegloses Geröll und eine Steigtrasse laufend ab. Nach etwa 5 Std. Weggabelung: links fast eben in den Wald in Kehren bergab zum Rifugio Pordenone.

Zweite Etappe:

Vom Rifugio Pordenone zum Rifugio Flaiban-Pacherini. 5:00 Std. - 800 Hm. gut markierte Steige 361 + 362.

Von der Hütte hinunter in das Pian Meluzzo, großer Wegweiser. Nun fast eben in nordöstlicher Richtung an der Casera Meluzzo vorbei in das Val Postegae. Weggabelung, Steig 362 führt uns zur verfallene Casera Vall dell Inferno, 1791 m. Weggabelung - Steig 366 geht zur Forcella Pramaggiore hoch, deutlich längere Variante, wir nehmen Steig 362 linkshaltend zum Passo del Mus, 2063 m. Jenseits der Scharte geht es anfangs etwas heikel bergab, aber bald wieder gute Steigtrasse in Kehren zum sichtbaren Rifugio Flaiban-Pacherini hinunter. Wunderschöne Ausblicke über wilde Berge.

Rifugio Pordenone
Rifugio Pordenone
Forcella Val di Brica
Forcella Val di Brica
Pian Meluzzo
Pian Meluzzo
Rifugio Flaiban-Pacherini
Rifugio Flaiban-Pacherini

Dritte Etappe:

Vom Rifugio Flaiban-Pacherini zum Rifugio Giaf. 6:00 Std. - 950 Hm. sehr gut markierte Steige 369 + 361 + 342.

Von der Hütte 5 Min. westwärts fast eben entlang zu einer Weggabelung. Jetzt nicht auf den Steig von gestern einsteigen sondern leicht nordwestlich den Steig zur Forcella Fantulina Alta nehmen. Auf bester Wegtrasse zur Forcella in Kehren aufsteigen, 2107 m, 1:30 Std. Nun weiter rechts haltend bergan auf Steig 369 zur Forcella dell Inferno, 2175 m. Grandiose Ausblicke in alle Richtungen, unzähliger Spitzen und Zacken. Nun leicht bergab in Richtung Norden zum Mus di Brica und leicht auf guten Steig bergan zur Forcella Val di Brica, 2067 m .

 

Forcella Fantulina Alta
Forcella Fantulina Alta
Forcella Fantulina Alta
Forcella Fantulina Alta

Forcella dell Inferno
Forcella dell Inferno

Weiter geht der gute Steig nördlich hinunter zu der schönen Gebirgswiese - Prateria di Canpurus - und zur Casera Valbinon. Jetzt folgt eine schöne Talquerung in lieblicher Landschaft bis der Steig uns deutlich steiler in die Forcella Urtisel, 1990 m, hinauf führt. Jenseits der Forcella folgen 150 Hm. bergab, die etwas heikel sind. Eine enge Geröll- und Schuttschlucht weglos hinunter, keine Steine lostreten, Trekkingstöcke zu empfehlen. Bald öffnet sich die Schlucht, der Steig geht etwas linkshaltend bergab und anschließend problemlos zum sichtbaren Rifugio Giaf hinunter.

 

zur Casera Valbinon
zur Casera Valbinon
Val di Brica
Val di Brica

Vierte Etappe:

Vom Rifugio Giaf zum Rifugio Padova über das Bivacco Vaccari. 6:30 Std. - 1130 Hm. gut markierte Steige 346 + 340 +344 +346. Anspruchsvolle Bergtour, die Königsetappe der Rundtour, Landschaftlich großartig und beeindruckend - durch die wilde Cridola -

Rifugio Giaf
Rifugio Giaf

Vom Rifugio Giaf - Wegweiser - links ab auf Steig 346 - Anello di Bianchi - durch den Wald hinauf. Weggabelung: rechts ab wweiter auf dem Anello in Kehren bergauf zur Cason del Boschet, 1707 m. 45 Min. Nun auf Steig 340 einen Bergrücken 100 m hinunter, danach linkshaltend ein Hochtal queren bis zur nächsten Weggabelung. Jetzt Steig rechts steil bergauf in die Forca del Cridola, 2176 m. Letzte 150 m wieder eine Schuttschlucht, an der rechten Seite ordentlich begehbar, aber anstrengend. Jenseits der Forca hinunter zum sichtbaren Bivacco Vaccari. Idealer Rastplatz zur Mittagspause.

 

Bivacco Vaccari
Bivacco Vaccari
Forca del Cridola
Forca del Cridola

Monte Cridola
Monte Cridola

Vom Bivacco geht es in Richtung Süden an einer Felswand etwa 80 m einen Steig 344 hinunter bis zur sichtbaren Schlucht der Tacca del Cridola. Diese Schlucht nun hinauf, anfangs auf guten Steig, später weglos über Geröll und Schutt. Recht anstrengend. Oben angekommen in der engen Forca hätte man die Möglichkeit zur Cridola hoch zu Klettern. 1 Std. Aufstieg, schlecht markiert, mäßig schwierig. Bleibende Eindrücke über die Wildnis dieser Cridola. Jenseits der Tacca geht es steil aber gut begehbar in 30 Min. bergab zur Forcella Scodavacca, 2043 m. Wegweiser - nach Westen, Steig 346 führt uns nun problemlos in 75 Min. zum Rifugio Padova hinunter. Geschafft ist diese grandiose Dolomitenrunde.

 

Cridola Berggruppe
Cridola Berggruppe
Monte Cridola
Monte Cridola
Tacca del Cridola
Tacca del Cridola

Cridola
Cridola