Bergtouren ab dem Bivacco Forcella dell´Asta

Es sind nur wilde, einsame und abenteuerliche Touren möglich

Und hier könnt ihr auf Tour gehen - die Südseite vom Monte Ressetum
Und hier könnt ihr auf Tour gehen - die Südseite vom Monte Ressetum

Große Runde über das Bivacco Molassa zum Lago di Barcis

Hier ein Teil der Bergroute, welche in Richtung Forcella Giaveid führt - Rückansicht.
Hier ein Teil der Bergroute, welche in Richtung Forcella Giaveid führt - Rückansicht.

Wichtige Hinweise:

Diese abenteuerliche Tour ist landschaftlich großartig, aber nichts für Anfänger und nur mit Wildnis vertrauten Bergwanderer zu empfehlen. Der ehemalige Steig CAI 976 wird sich wieder selbst überlassen, Markierungen sind teilweise noch sichtbar, Wegspuren weniger gut. Zeitlich ist der Aufwand der Wegsuche nicht zu unterschätzen und kurze Verlaufer fast schon wieder normal. Gute Trittsicherheit ist besonders wichtig, werden doch steilste Berghänge gequert. Wer diese Runde begeht wird überrascht sein, ab dem Bivacco Forcella dell Asta geht es eigentlich nur bergab, eigentlich.........

Was aber gut ist, auf dem Weg gibt es immer wieder Quellen mit bestem Trinkwasser zu finden.

 

Das Ziel dieser Bergfahrt heißt erstmal zum Bivacco Molassa zu wandern.
Das Ziel dieser Bergfahrt heißt erstmal zum Bivacco Molassa zu wandern.

240 Hm bergauf als Gegenanstiege - 950 Hm bergab + 4:30 - 6:00 Std.

Wegbeschreibung:

Am Bivacco Forcella dell Asta geht es linkshaltend etwas bergab, mit der Holzhütte im Rücken betrachtet, wenige Wegspuren noch sichtbar - Stand: Oktober 2016.

Nun folgt eine steile feinsplittrige Schlucht, welche gequert werden muß. Ihr seht gegenüber am Baum noch eine Farbmarkierung. Am Besten etwas tiefer am Rande hinunter, so daß ihr leicht steigend diese Schlucht queren könnt. Nun den noch recht gut sichtbaren Spuren im Wald weiter entlang bis zur einer sekundären Scharte. Hier geht es steil eine mit Felsen und Steinen versetzte Wiese bergab. Ihr müßt hier nicht in Richtung Tal, sondern immer an den steilen Felswänden zur rechten Hand entlang. Immer wieder geht es um eine begrünten Ecke, und zu weiteren steilen Felswänden. Zum Teil sehr ausgesetzt, zum Teil völlig verstraucht bleibt aber immer unterhalb dieser steilen Wände. Kurz vor dem Erreichen eines Tales, welches von der Forcella Giaveid herunter führt, kommt ihr wieder in den Bergwald.

Nun seht ihr auch den Grund, warum dieser Weg ausgelassen wurde. Von mehreren Lawinen und Windbrüchen liegen die Bäume hier wild herum. Gleich beim ersten Sturmbruch solltet ihr relativ hoch ansetzen, um hier weiter zu kommen. So gelingt die erste Schlucht. Bei der zweiten Schlucht leicht zum Bach bergab in die Mitte hinunter und hier direkt fast senkrecht durch Sträucher und Gestrüpp berghoch. Nun folgt eine Querung leicht bergab und es kommt die dritte und letzte Schlucht. Hier leicht bergauf gehend in die Mitte, danach mehrere Baumstämme überqueren, am seitlichen Ende dieser Schlucht nun wieder fast senkrecht etwa 20 m steil hochsteigen bis ihr anschließend im Hochwald seit. Geschafft.

Nun sucht ihr im Wald an Bäumen nach Farbmarkierungen, ihr müßt nun eigentlich den Steig CAI 974 treffen, welcher von der Forcella Giaveid zum Bivacco Molassa führt. Gefunden geht es diesen nun sehr steil bergab, kaum Wegspuren und auch nur wenige Markierungen vorhanden. Immer leicht linkshaltend bleiben. Bei einem großen Felsblock, sehr gut sichtbare rote Markierung, geht es links eben hinaus in eine weitere Schlucht. Diese wird gequert und jenseits folgt eine schmale Wegspur eben weiter. Wenigen Markierungen folgend geht es schräg bergab, und wieder eine sehr dunkle, feuchte Schlucht. Auch diese wird immer linkshaltend gequert. 

Kurz danach verlassen wir den Hochwald und kommen zu einer hohen Bergwiese. Hier gilt es besonders ein Gespühr für den Weiterweg zu haben. Eine einzige Markierung weit und breit zeigt an, wie es weiter geht. Erst 30 Hm bergab, danach nach links den Hang heraus, kurz vor Ende wieder steil hinunter und zu einer weiteren linkshaltenden Querung. Über eine Bergkante hinweg und steil in feinem Geröll hinunter zum kleinen Wildbach. An seiner ebenen Wasserkante linkshaltend darüber, nun sehr steil in unwegsamen Gelände bergauf, um eine bewaldete Bergkuppe herum, danach im hohen Gras fast senkrecht hinunter um wieder den Wildbach zu erreichen. Jetzt links dem Wildbach entlang bis zu einer betonierten Verbauung.

An dieser nicht über den Bach, sondern leicht linkshaltend wieder steil im Gestrüpp 30 m empor auf eine begrünten Kuppe, jenseits wieder diese 30 m bergab. Nun führt linkshaltend eine Wegspur fast eben länger dahin. Der Wildbach ist an eurer rechten Seite tief unten immer hörbar, sehen könnt ihr diesen hier aber nicht.

Nun folgt nochmals eine kurze steile Böschung berghoch, oben eine kurze Querung um anschließend wieder zum Wildbach hinunter zu kommen. Kurz an diesem entlang, wieder weg vom Bach bergan in den Wald, kurz eben eine Spur entlang und nun letztmalig in engen Serpentinen hinunter zum nun wild rauschendem Wasser.

Nun müßt ihr über den Wildbach zur anderen Seite, je nach Wasserstand eine spannende Angelegentheit. Hier sind wieder gut sichtbare rote Farbmarkierungen vorhanden. Kurz am Wildbach - dem Torrente Molassa - entlang, etwas rechtshaltend weiter hinunter in ein Wäldchen. Hier Achtung: fast alle gut sichtbaren Wegspuren sind Verlaufer !  Wenige rote Farbmarkierungen leiten uns rechts berghoch, etwa 30 Hm, danach durch Gestrüpp rechts hinunter zu einem weiteren Bach. Hier wieder Vorsicht !  Der Weg gerade aus, gut sichtbar, aber ohne Farbklekse ist wieder ein Verlaufer und führt euch ins Nirgendwo. Kurz hinter dem Bach, nur wenige Meter, leiten rote Farbflecke rechtshaltend einen steilen bewaldeten Gestrüpphang hoch, immer wieder an Bäumen sind rote Klekse sichtbar. Nun im Zickzack diesen folgend 80 Hm.steil hoch bis zu leicht sichtbaren Wegspur, welche nach weiteren 20 Hm.zum Bivacco Molassa führt.

 

Von da oben geht es immer an den Felswänden bergab - Rückansicht.
Von da oben geht es immer an den Felswänden bergab - Rückansicht.
Immer an den Wänden entlang - nicht nach links in eine der Schluchten absteigen - große Absturzgefahr !
Immer an den Wänden entlang - nicht nach links in eine der Schluchten absteigen - große Absturzgefahr !
Durch diese unberührte Bergwildnis führt meine beschriebene Route.
Durch diese unberührte Bergwildnis führt meine beschriebene Route.

Weitere Weg nach Barcis und zum Lago di Barcis

Wegbeschreibung:

Nun folgt ein 2:30 Std. langer "Spaziergang". Vom Bivacco Molassa geht es kurz bergab und anschließend fast eben, eine Stunde, einen schmalen Weg, CAI 974, entlang. Nicht weniger als 5 Schluchten werden eben und meist mit Stahlseilen gesichert gequert. Immer wieder rückblickend, in welcher Landschaft wir unterwegs waren. Nach der 5. Schlucht kommen wir wieder in den Wald und es geht nun leicht bergab bis zu einer kleinen Straße. Wer nun nach Andreis möchte, zum Beispiel zu seinem PKW, läuft nach links weiter in Richtung der Häusersiedlung, hinunter nach Molassa. Wir biegen rechts ab, gehen der Straße entlang hinunter nach Roppe, nun etwas steiler bergab, sichtbar der Lago di Barcis, und landen im Ortszentrum von Barcis.