Der Dolomiten Höhenweg 4

Von Innichen aus nach Pieve di Cadore - der Grohmann Höhenweg

Ein anspruchsvoller Höhenweg durch die östlichen Dolomiten

Der Lago di Misurina und dahinter erkennbar die Sorapiss Berggruppe
Der Lago di Misurina und dahinter erkennbar die Sorapiss Berggruppe

Einleitung und allgemeine Informationen zum Dolomiten Höhenweg 4

Im Jahre 1972 veröffentlichte Toni Sanmarchi und Mario Brovelli den ersten Bericht über diesen Dolomiten Höhenweg 4. Nach einigen weiteren kleinen Wegänderungen bekam dieser Weg den Untertitel "Grohmann Höhenweg". Im Laufe der letzten 30 Jahre hat sich an der Hauptroute nichts mehr verändert. Zwar wurden verschiedene Wegabschnitte mittels Stahlseilen gesichert und teilweise schon übertrieben mit Farbe bekleckst, aber das ursprüngliche Landschaftsbild hat sich erhalten. Was die Begeher Anzahl angeht, ist diese sehr bescheiden. Über die Hälfte aller Dolomiten Höhenweg Wanderer gehen auf dem "Einser". Danach folgen die Routen 2 und 3. Die Wege 4 und 5 werden von weniger als 40 Fernwanderer im Jahr begangen, soweit man solche Rückschlüsse überhaupt aus den Hütteneintragungen heraus lesen kann.

 

Die Dolomiten Höhenroute 4 ist zwar eine der kürzensten, dafür gehört diese zu den eindrucksvollsten und anspruchsvollsten Wege durch die Dolomiten. Was die Schwierigkeiten angeht, steht dieser Weg mit dem "Fünfer" auf gleicher Ebene und wird nur noch übertroffen, von den Routen 6 und 7.

Mit etwa 93 km Wegstrecke muss gerechnet werden und je nach der Kondition der Geher benötigt ihr 7-10 Tage - hängt auch davon ab, ob ihr den einen oder auch anderen Gipfel am Weg besteigen möchtet.

Meine Empfehlung betrifft den Monte Antelao, ihr kommt direkt beim Einstieg an ihm vorbei und ist sicher der aussichtsreichste Berg in den östlichen Dolomiten. Deßhalb habe ich seine Aufstiegsbeschreibung gleich bei den Tagesetappen mit eingebunden.

Den Dolomiten Höhenweg 4 kann ich nur sehr erfahrenen Bergwanderer empfehlen. Ihr solltet absolut schwindelfrei, trittsicher und mit Kletterkönnen ausgestattet sein, werden doch immer wieder gesicherte Steiganlagen benützt.

Wer in den Bewirtungszeiten der Berghütten - Rifugio - unterwegs ist, kann mit sehr leichten Rucksack diese Tour bestreiten. Da fast alle Hütten über Winterräume verfügen, sind auch Begehungen außerhalb der Öffnungszeiten ohne Zelt möglich.

Die ersten drei August Wochen solltet ihr aber meiden. Besonders kann ich die Zeit ab Ende September empfehlen - oft klare Luft mit mildem Wetter und eine herbstgefärbte Natur. Eine Winterbegehung ist nicht generell ausgeschlossen, bedarf aber einer harten Natur des Bergsteigers.

Immer wieder bekomme ich Anfragen nach Klettersteig Ausrüstungen, ob das mitnehmen notwendig wäre. Wer mit großem Gepäck auch im dritten Grad sicher Klettern kann, benötigt diese Art von Selbstsicherung nicht - meine Erfahrung und Meinung !  Wer eine schwächere Partnerin - auch Partner, mitnimmt, sollte unbedingt diese Selbstsicherung dabei haben. Ich halte es so, dass ich auch ein 20 mtr. Halbseil im Rucksack habe. Kleine Wegunterbrechungen können fatale Folgen bei schwächeren Bergwanderer haben, bis das umgedreht werden muss.

 

Vernüftige Wanderkarten gibt es im Maßstab 1:25 000 vom TABACCO Verlag in Udine. Diese könnt ihr bereits auch in Deutschland voir Ort bestellen - GEO Center, Stuttgart. Allerdings dann etwa 2 € teurer, als hier vor Ort.

 

Wer nach schneereichen Wintern bereits vor Mitte Juli auf Tour gehen möchte, sollte sich gut überlegen, ob er leichte Steigeisen mitnimmt. In vielen steilen Rinnen und dunklen Schluchten kann sehr harter Altschnee liegen, welcher womöglich über Nacht sich vereist hat und einen Weiterweg ausschließen könnte.

 

Die Anreise nach Innichen und die Rückreise von Pieve di Cadore

Meine Empfehlung heißt, wir reisen mit der Bahn. Von München aus fahren im Zwei-Stunden-Takt Fernzüge über Innsbruck, Brenner, Franzensfeste, Pustertal nach Innichen. Wer rechtzeitig bucht, zahlt dafür Hin und Zurück keine 100 €.

Von Pieve di Cadore kommt man am schnellsten über Cortina und Toblach wieder zurück und von Toblach mit der Bahn problemlos nach Deutschland.

 

Art der Wegbeschreibung

Im nachfolgenden Kapitel gibt es eine Foto Gallery, danach eine Kurzform von Rifugio zu Rifugio mit wichtigsten Informationen zu den Hütten und danch die ausführlichen Beschreibungen der Tagesetappen mit dem Informationsstand: September 2016.

Gegliedert nach den Sextener Dolomiten - der Sorapiss und dem Antelaogebiet jeweils mit Zeit und den Höhenmeter Angaben. Ich selbst nehme als Mittelwert: 350 Hm hoch und 500 Hm bergab, soweit keine Kletterstellen dabei sind.

Weitere Informationen könnt ihr durch das Anklicken von Stichworten - blaue Schrift - bekommen, sowie des öfteren auch bei den Bildern.

 

Organisierte Gruppenreisen

Auf Wusch und Anfrage von Euch - per E-Mail:  Camillo@dolomiten-friaul.de

kann ich diese Höhenwegbegehung organisieren und begleiten.

Ab 3 Personen bis max.12 Personen läßt sich diese Höhentour als Gruppe gut begehen, da wir immer bewirtete Rifugio benützen können. Außerhalb der Öffnungszeiten sind max. 7 Personen möglich, wobei ein Teil auch ein Zelt mitführen sollte. Wenn nur eine Woche Zeit zur Verfügung steht, auch das könnte ich bei der Planung berücksichtigen.

 

Der Paternkofel mit 2744 m Höhe - bei dieser Ansicht nicht zu glauben, das er leicht zu Besteigen ist.
Der Paternkofel mit 2744 m Höhe - bei dieser Ansicht nicht zu glauben, das er leicht zu Besteigen ist.