Die Tagesetappen durch die Sorapiss

Ab dem Rifugio Citta di Carpi habt ihr zwei Möglichkeiten zum Rifugio Vandelli hinüber zu kommen. Die Einen werden zum Lago di Misurina absteigen, vielleicht auch um einzukaufen, am Campingplatz übernachten oder in ein Albergo dort zu gehen. Die Anderen steigen zum Hotel Cristallo ab und von dort wieder hoch zum Rifugio Vandelli. Richtig ideal ist hier keine Wegführung, ich bevorzuge aber doch die Route über den Lago di Misurina und dem Passo Tre Croci.

 

Zum Lago di Misurina - 1757 m

Lago di Misurina
Lago di Misurina

350 Hm. im Abstieg + 1:45 Std. - Schöne kurze Wanderung

Wegbeschreibung:

Vom Rifugio Citta di Carpi in südlicher Richtung auf dem markierten Weg CAI 120 um den Col del Viero herum und westlich weiter laufen. Nach dreißig Minuten eine Wegteilung. Geradeaus kommt man zum Rifugio Col de Varda und könnte mit der Seilbahn direkt zum Lago di Misurina herunter fahren. Wir biegen aber links ab und wandern bequem über die Pian Maccetto hinunter zum See.

 

Zum Rifugio al Sorapiss Alfonso Vandelli - 1928 m

Rifugio Alfonso Vandelli
Rifugio Alfonso Vandelli

570 Hm. + 3:00 Std. - Straßenwanderung und Hüttenaufstieg

Wegbeschreibung:

Der erste Teil dieser Etappe ist gelinde gesagt langweilig, hätte man nicht die schöne Aussicht hinüber zur Sorapiss. Wir laufen in südlicher Richtung am Lago di Misurina entlang, dann weiter auf der Straße mit hoffentlich wenig Verkehr. Straßenkreuzung: links ab geht es in Richtung Auronzo und rechts hinüber zum Passo Tre Croci. Also rechts ab und wieder leicht steigend bergauf. Kurz vor erreichen der Passhöhe zweigt links der Wanderweg CAI 215 ausgeschildert zum Rifugio Vandelli ab. Diesen Weg nun in südlicher Richtung ohne Probleme entlang bis zur Hütte. Unbedingt solltet ihr die 5 Minuten lange Wanderung zum Lago di Sorapiss machen, sehenswert.

Achtung: nicht den Bergsteig CAI 213 !  nehmen, dieser führt über die hohe Forcella Malquoira, 2378 m, zum Rifugio Vandelli.

 

Zum Bivacco Emilio Comici - 2000 m

Bivacco Emilio Comici
Bivacco Emilio Comici

500 Hm. + 3:30 Std. - Anspruchsvolle Bergfahrt auf einer "Via Ferrata"

Wegbeschreibung:

Wichtig: genug Trinkwasser mitnehmen, auf diesem Abschnitt ist keines zu finden.

Hinter dem Rifugio Vandelli beginnt der Bergsteig CAI 243, welcher uns durch Latschen und Sträucher zu einem Bergrücken hoch führt. Weiter über Geröll bergauf zum Einstieg der Ferrata "Alfonso Vandelli" gleich mal mit einer Leiter beginnend. An Stahlseilen, auf vielen weiteren Leitern und mit wenig freiem Klettern, teilweise luftig und ausgesetzt, kommen wir recht schnell hoch bis zu einem breiten Felsband. Hier ein schöner Rückblick auf die Drei Zinnen.

Jetzt folgt eine längere luftige Wandquerung mit anschließenden empor steigen des Nordrückens der Croda del Fogo auf 2370 m. In östlicher Richtung geht es steil einen begrünten Berghang in ein Kar bergab, weiter über Felsen und Geröll hinunter unter eine Felswand. Kurz hinauf auf ein grüne Bergschulter und in langer Querung durch Latschenkiefer hinweg in die Einmündung einer großen Felsschlucht. Jetzt linkshaltend bergab zu einer Felskante. Diese wird mit Hilfe eine Seils abwärts geklettert bis hinunter zum Wandfuß. Nun den Wegspuren nach wenige Meter rechts berghoch und jenseits hinunter zum Bivacco Emilio Comici auf knapp 2000 m.

 

Zum Rifugio San Marco - 1823 m

Rifugio San Marco
Rifugio San Marco

500 Hm. + 4:30 Std. - Klassische Höhentour in den Dolomiten

Wegbeschreibung:

Gleich vorweg: wer nicht in der Biwakschachtel Comici nächtigen möchte, auch weil kein Trinkwasser dort zu finden ist, sollte früh von dem Rifugio Vandelli loslaufen, damit er das Rifugio San Marco gegen Abend auch sicher erreicht.

Warum schreibe ich dies?

Immer wieder kommt es vor, das Höhenweg Geher diesen Abschnitt unterschätzen und vor allem im Herbst, es wird ja früher dunkel, so ihre Probleme bekommen.

Weiterhin bleiben wir auf dem Bergsteig CAI 243. Östlich geht es bergab in eine Mulde mit einer Wegteilung: beide Wege führen weiter ! - aber die Route durch den Kamin sollte man nicht mehr begehen - Steinschlag ohne Ende. Wir bleiben auf der "Via normale".In südwestlicher Richtung - rechts 50 Hm über Latschen empor, kurz linkshaltend bergab auf ein sehr schmales Latschenband. Mit Hilfe von Stahlseilen queren wir eine Felswand, luftig und mit etwas Kletterei erreichen wir einen Bergrücken. Nun geht es bergab, erst sanft, dann recht steil hinunter bis zur Einmündung des Dolomiten Höhenweg 5. Nun ausgeschildert und markiert CAI 280 und CAI 226 weiter, bis wir die Forcella Grande, 2255 m, erreicht haben. Jenseits bergab gehend und hinüber laufend kommen wir recht Müde zum Rifugio San Marco auf 1823 m an.