Die Tagesetappen durch die Antelao Dolomitengruppe

Vom Rifugio San Marco zum Rifugio Pietro Galassi - 2018 m

Rifugio Pietro Galassi am Nordfuß des Monte Antelao gelegen
Rifugio Pietro Galassi am Nordfuß des Monte Antelao gelegen

300 Hm. + 1:30 Std. - Landschaftlich schöne und einfache Wanderung

Wegbeschreibung:

Nördlich des Rifugio San Marco führt uns der Steig CAI 227 hoch in die Forcella Piccola, 2120 m und jenseits hinunter zum Rifugio Pietro Galassi auf 2018 m.

 

Zum Monte Antelao - 3264 m

1150 Hm. + 4 Std. bergauf + 3 Std. bergab - Große Gipfeltour, sehr lohnend!

Wegbeschreibung:

Gleich vorweg: bei Schnee und Eislage geht ohne Pickel und Steigeisen nichts!

Wenn der Aufstieg schneefrei und trocken ist, eine Genusstour, allerdings anstrengend.  Der Aufstieg ist markiert, meist Steinmännchen und nicht zu verfehlen.

Bei der Forcella Piccola Schild und Hinweise zum Monte Antelao. Zuerst führt der Steig über einen grasbewachsenen Bergrücken hoch zu einer Wiese. Danach wird von links nach recht ein felsiges Hochtal gequert. Wir steigen in eine rutschige Rinne ein, farblich rot markiert, durchsteigen diese hoch und erreichen einen Grat in der Nähe einer runden Kuppe. Großer Steinmann als Markierung.

Nun linkshaltend auf einem Felsband entlang, einen Einschnitt kurz hoch und wir stehen am langen Wandgrat des Monte Antelao, auch "Le Laste" genannt. Nun kennt der Aufstieg nur noch eine Richtung und eine Steilheit. Den wenigen Farbklecksen folgend immer gerade steil bergan. Was öfters sehr heikel ist, der feine Split auf den geneigten Felsplatten. Zwei kurze Aufschwünge werden kletternd überwunden, markiert mit Steinmännchen. Der letzte Abschnitt ist extrem steil. Sehr heikle Passagen können linkshaltend umgangen werden. Man kommt nun zum Hinweisschild des Bivacco Piero Cosi, erreicht diese in 3111m Höhe. Von der Biwakschachtel geht es erst nach rechts, dann linkshaltend über Felsbänder weiter nach oben. Der Gipfelgrat ist nun sehr schmal und ausgesetzt. Nun geht es meist mit leichter Kletterei weiter, die schwierigsten Stellen sind mit Stahlseilen gesichert und gut begehbar. Einen engen Kamin mit 8 m hochsteigen, einen kleinen Überhang überwinden und ihr steht auf dem Vorgipfel des Antelao. Nun wandernd hinüber gehend zum Monte Antelao auf 3264 m.Höhe.

Er ist die höchste Erhebung in den östlichen Dolomiten und seine Rundschau einmalig grandios.

Abstieg:

Die gleiche Route, wie beim Aufstieg. Achtet bitte insbesondere auf den feinen Split auf den steilen Felsplatten - lieber die eine oder andere Stelle bergab etwas umgehen, als ins Rutschen zu kommen. Die Durchschlupfe der Felskanten sind von oben mit Steinmännchen markiert und gut auszumachen dadurch nicht zu verfehlen. Bei Nebel größte Probleme, daher nur bei wirklich guten Wetterbedingungen diese Tour in Angriff nehmen. Das Panorama beim Abstieg, die Ausgesetztheit, einfach fantastisch.

 

Zum Rifugio Antelao - 1796 m

Rifugio Antelao balkonartig auf schöner Bergwiesen Schulter aussichtsreich gelegen
Rifugio Antelao balkonartig auf schöner Bergwiesen Schulter aussichtsreich gelegen

800 Hm. + 6:00 Std. - Lange und anspruchsvolle Bergtour mit etwas Klettern

Wegbeschreibung:

Der ordentlich markierte Bergsteig CAI 250 führt uns um die Nordseite des Monte Antelao herum zum Rifugio Antelao. Zuerst geht es recht steil in Richtung Ghiacciaio Inferiore südwärts empor. Über sehr viel Schutt, im Frühsommer auch Altschnee, kommen wir in eine Plattenzone hinein, diese überwinden wir teilweise auch leicht kletternd und steigen weiter berghoch auf einen Rücken aus weiteren Schutt, immer den Gletscher vom Antelao im Auge. Kurz den Schuttrücken jenseits bergab zu einer weiteren Plattenwand und linkshaltend wieder hoch zur nächsten Geröllterrasse.

Hier beginnt die Ferrata del Cadorin, welche uns am durchlaufenden Stahlseil in die Forcella del Ghiacciaio, 2584 m hochführt. Bei Nässe oder gar Vereisung relativ gefährlich. Bei guten Bedingungen und kräftigen Armen schöne Kletterei auf einer Ferrata. In der Forcella grandiose Bergbilder und ein aussichtsreicher Rastplatz.

Jenseits bergab durch das geröllhaltige Hochtal zu einem Steilabbruch. Nun über recht glatte Felsen in leichter Kletterei nach rechts, dann schräg linkshaltend, absteigen. Weiter geht es steil in östlicher Richtung hinunter. Der Bergsteig CAI 250 wird nun deutlich wieder besser und führt uns an der linken Talseite auf Kehren, Schuttwegen, dann über Blumenwiesen und zuletzt über Latschenkiefer in die Talsohle des Valle Antelao. Weiter geht es noch bergab, dann wieder bergauf in eine grüne Mulde, nochmals steiler über Wiesen berghoch zu einer Wegkreuzung. Wir müssen hoch zur Forcella Piria, 2096 m. Großartige Umschau aus der Forcella.

Jenseits hinunter bis zu einer alten verfallenen Kriegsstraße. Diese nun entlang gehen, weiterhin Weg 250, in östlicher Richtung bergab durch Latschen und schönem Bergwald in die Forca Sella di Pradonego, 1780 m, und nochmals kurz bergan zum Rifugio Antelao auf 1796 m Höhe gelegen.

 

Nach Pieve di Cadore - 874 m

Pieve di Cadore - mit dem Denkmal des Renaissance Malers Vecellio Tizian
Pieve di Cadore - mit dem Denkmal des Renaissance Malers Vecellio Tizian

130 Hm. + 1100 Hm. bergab - gute 3 Std. - leichte Wanderung, gute Wege

Wegbeschreibung:

Letzte Etappe auf dem Dolomiten Höhenweg 5.

Zuerst geht es hinunter zur Capanna Tita Panciera, 1693 m, mit Brunnen. Hier Wegweiser mit gleich drei Möglichkeiten, um nach Pieve di Cadore zu gelangen. Gerade aus der Weg CAI 252 geht in vielen Serpentinen meist auf einer Schotterstraße aussichtsreich bergab. Die normale Abstiegsroute.

Linkshaltend führt der Weg 250 über das Rifugio Prapiccolo, 1366 m, an der Nordseite euch in Tal. Bis zur Berghütte ein Wanderweg, danach auch eine Schotterstraße.

Rechts geht der Wanderweg CAI 253 auf der südseitigen Hangseite nach Pieve di Cadore bergab. Im Spätherbst sicher die schönste Variante, keine geschotterte Straße, dafür ein etwas schlechter markierter Wandersteig, aber unproblematisch. Der kürzeste, aber auch der steilste Abstiegsweg. Ich bin Oktober 2014 diesen Steig nach Pieve di Cadore hinunter.

 

Die Rückfahrt nach Sexten geht über den zentralen Busbahnhof in Calalzo di Cadore. Nun über Santo Stefano zum Kreuzbergpass, hier Umsteigen in den Bus nach Sexten oder Übernachten auf dem Campingplatz 5 km unterhalb vom Pass.

Eine andere Möglichkeit ist über Busfahrt Cortina und Toblach, Zug nach Innichen und Busfahrt nach Sexten.  Gut, wer sein Fahrzeug in Toblach stehen hat.

 

Die dritte Möglichkeit, von Pieve di Cadore hoch zum Rifugio Tita Barba und weiter auf dem Dolomiten Höhenweg 6 nach Erto zu wandern, und immer weiter, immer weiter....