Die Tagesetappen durch die Marmarole Dolomitengruppe

Von Auronzo zum Rifugio Ciareido - 1969 m

Rifugio Ciareido am Südostfuß des Monte Ciareido aussichtsreich gelegen.
Rifugio Ciareido am Südostfuß des Monte Ciareido aussichtsreich gelegen.

1200 Hm. + 4:00 Std. - Anspruchsvolle Bergtour

Wegbeschreibung:

Bei den Häusern von Orsolina - Ponte da Rin führt eine schmale Asphaltstraße in südlicher Richtung mit Hilfe eine Brücke über den Ansieifluß und jenseits in leichter Wanderung in das Val da Rin Tal einwärts zum Rifugio Primula auf 1051 m Höhe.

Nur Restauration und Getränke - keine Übernachtung - Juli + August geöffnet.

 

Hinter der Hütte noch etwa 100 m weiter taleinwärts zum Wegweiser und Höhenwegsmarkierung 5. Linkshaltend über den Bach, Weg 273, ostwärts durch Nadelwald zu einer Wiese und weiter zu einem weiteren Wegweiser. Wir bleiben auf dem Weg 273, nun auf gutem Weg recht steil bergan zu einer weiteren Weggabelung. Rechtshaltend Weg 272 steil nach Süden empor, danach auf Steigspuren durch den Wald bergan zur einer steilen Geröllrinne. Diese entlang durch Latschenkiefer zum Val Pomadonna empor. Dieses Hochtal ist zweigeteilt, wir bleiben im linken, den östlichen Teil, Steig 272, rot markierte Steigspuren bergaufwärts, eine weitere Steilrinne nach links hinauf gegen den begrünten Nordgrat den Monte Ciareido und in Kehren nach Süden hoch zur Sella Paradiso, 2045 m. Bis hierher etwa 3 Std. Achtung: Im Herbst 2014 war dieser Steig recht anspruchsvoll und durch den vielen Schnee im Winter 2013 / 2014 teilweise abgerutscht und deutliche Wegspuren nicht immer erkennbar.

 

Diese Sella Paradiso lohnt eine längere Pause, grandioses Panorama zu den umliegenden Dolomitengipfel.

Jenseits dieses Übergangs, Weg 272, in Kehren bergab und nach rechts in südlicher Richtung zu einer ebenen Querung die Ostflanke des Monte Ciareido Berges über Schrofen und Geröll, später über Wiesen und Latschen zu einem Bergsattel. Hier Wegweiser, nun auf einem breiten Naturweg linkshaltend bergan zum

Rifugio Ciareido  auf 1969 m Höhe gelegen.

 

Ausblick auf die Südseite der Marmarole Dolomitengruppe - Oktober 2014
Ausblick auf die Südseite der Marmarole Dolomitengruppe - Oktober 2014

Zum Rifugio Casera Baion - 1828 m

Rifugio Casera Baion
Rifugio Casera Baion

90 Hm. + 1:00 Std. - Kurze, einfache aber sehr aussichtsreiche Wanderung

Wegbeschreibung:

Vom Rifugio Ciareido kurz bergab zur Weggabelung. Bei der Straße halb rechts weg und auf einem breiten Fußweg in grandioser Panoramawanderung durch Latschen in südöstlicher Richtung bergan zu einer Wiesenschulter mit weiterer Wegteilung.

Wunderbarer Aussichtsplatz !

Der Wanderweg CAI 262 führt uns in südwestlicher Richtung bergab auf eine begrünte Terrasse. Nun über Wiesen und durch Latschkiefer an Schutthängen vorbei und eben hinüber zu einem bewaldeten Bergrücken. Auf diesen in steilen Kehren südwärts bergab bis zum Wiesensattel vor dem Col San Petro mit dem Rifugio Baion auf 1828 m Höhe.

 

Zum Rifugio Giovanni Chiggiato - 1911 m

Das aussichtsreiche Rifugio Chiggiato auf 1911 m an der Südseite der Marmarole gelegen
Das aussichtsreiche Rifugio Chiggiato auf 1911 m an der Südseite der Marmarole gelegen

150 Hm. + 2:30 Std. - schöne Höhenwanderung, Trittsicherheit erforderlich

Wegbeschreibung:

Der Bergsteig CAI 262 führt uns westlich über Wiesen zu einem Brunnen und nach rechts in ein kleines Hochtal. Nun einen Bergrücken hoch zu einer Weggabelung: Der Steig CAI 270 geht über die Forcella Baion zum Bivacco Fanton und weiter nach Auronzo. Wir bleiben auf unserem Weg, queren die latschenbewachsenen Südhänge der Marmarole und kommen auf eine Bergkante mit großem Panorama. Weiter in südwestlicher Richtung zu einer Geröllschlucht, diese queren und danach sehr steil bergan und ausgesetzt auf eine weitere Bergkante. Jenseits kurz ausgesetzt hinunter auf ein Bergband. Dieses wird mit Hilfe von Stahlseilen leicht fallend begangen. Danach sind wir in einem Hochtal, welches linkshaltend zu queren ist. Nun hoch in einen Wiesensattel, der Forcella Sacu, 1914 m. Kurz dahinter eine weitere Weggabelung, CAI 260 geht zum Bivacco Tiziano, Steig 262 zum Rifugio Chiggiato. Nun weiter in westlicher - südwestlicher Richtung durch hohen Bergwald und Sträuchern fast eben hinüber zum Rifugio Giovanni Chiggiato auf 1911 m Höhe gelegen.

 

Die Durchquerung der südlichen Marmarole Dolomiten Gruppe - Oktober 2014
Die Durchquerung der südlichen Marmarole Dolomiten Gruppe - Oktober 2014

Verkürzende Variante ab Auronzo zum Rifugio Chiggiato

Von Auronzo kommend gibt es eine interessante hochalpine Variante, um zum Rifugio Giovanni Chiggiato zu gelangen. Wie bereits oben beschrieben, in das Val da Rin zum Rifugio La Primula. Nun auf Steig CAI 270 in südlicher Richtung das Val de Baion zum Bivacco Fanton hoch. Landschaftliche aussichtsreiche Bilder. Danach folgt eine Weggabelung: Linkshaltend kommt ihr zur Forcella Baion, 2234 m, hoch und weiter zum Rifugio Baion. Rechtshaltend geht es zur Forcella Peronat, 2207 m, hoch und man kommt zum Rifugio Chiggiato. Beide Übergänge sind nur schwach bezeichnet, alpin und oft mit Altschnee versehen. Leichte kurze Kletterstellen sind problemlos. Auf der Südseite wartet das Grün der Maramarole und die Wärme der südlichen Sonne.

Zum Rifugio Chiggiato muss mit 5-6 Stunden ab Auronzo gerechnet werden - zum Rifugio Baion eine halbe Stunde weniger.

Spezielle Empfehlung:

Wer hochalpines Gelände schätzt und nicht nur auf ausgetretenen Wegen laufen möchte, für den habe ich etwas Besonderes. Vom Bivacco Fanton in westlicher Richtung hinunter zu den Wegspuren im oberen Val de Baion. Eine schwach bezeichnetete Route, CAI 280, führt euch in das Vallon degli Invalidi hoch zu einer Wegverzweigung. Links die Forcella Marmarole und nach rechts in die Forcella Froppa. Über die Forcella Froppa kommt ihr auf direkten Wege zum Bivacco Tiziano. Großartige Bergfahrt für erfahrene Geher, etwas Klettern bis zum 2.Grad und eine ursprüngliche Berglandschaft. Teilweise nur mit Steinmännchen bezeichnet. Bei Schönwetter aber problemlos zu finden.

 

Zum Bivacco Tiziano - 2246 m

Bivacco Tiziano - 2246 m
Bivacco Tiziano - 2246 m

800 Hm. + 4:30 Std. - Anspruchsvolle Bergtour mit leichter Kletterei

Wegbeschreibung:

Vom Rifugio Chiggiato kurz in nördlicher Richtung zur Weggabelung. Wir müssen uns linkshaltend zu einen Steilhang und diesen queren. Eine Rinne wird auch gequert und anschließend führt der Bergsteig über steile Grashänge euch auf einen Bergsockel. Nun weitere Rinnen sehr steil empor bis die letzte Rinne zu einem brüchigen Bergband führt. Kurz ist Klettern angesagt, nun über Schrofen bergan zu einen steilen Felshang. Weiter im leichten Auf und Ab eine lange Querung entlang bis wir zum Eingang des Val de la Tana kommen. Über Bänder und leichte Schrofen steigen wir in den Talboden hinunter. Auf der anderen Seiten in Kehren wieder bergan bis knapp zum Talschluss.

Nun beginnt der sehr steile Aufstieg zur Forcella Jau de la Tana, 2650 m. Schrofen, Schotter, Felsblöcke, dazu teilweise Altschnee und steile rutschige Rinnen liegen nun vor uns. Nicht immer ist die Wegführung erkennbar. Mit Hilfe von Leitern und Stahlseilen kommen wir mühsam voran. Oben angekommen, wir sind etwas höher, als die Forcella, müssen wir ein gesichertes Band schräg abwärts gehen. Nun öffnet sich ein großartiges Hochkar vor uns, die Lastoni della Marmarole.

Wir steigen hinunter auf die Hochfläche und im ständigen Auf und Ab über Kämme, Felsblöcke, Hügel und Senken erreichen wir den grünen Hügel der Colle di Vallonga.

Dieser Teil des Weges ist bei guter Sicht problemlos, auch weil ihr bereits sehr früh das Bivacco Tiziano sichten könnt. Bei Nebel und keiner Sicht wird es richtig problematisch, auch weil die Markierung oft am Boden gemalt sind und bei Schneelage verdeckt sind.

Die letzte Stunde vor dem Bivacco ist wieder deutlich leichter zu begehen. Was oben an Farbe manchmal fehlte wurde hier im Überfluss verpinselt. Nun ohne weitere Probleme auf guter Spur zum Bivacco Tiziano auf 2246 m Höhe.

 

Zum Bivacco Alberto Musatti - 2111 m

Bivacco Alberto Musatti - 2111 m
Bivacco Alberto Musatti - 2111 m

400 Hm. + 2:45 Std. - Herrliche Wanderung durch die Marmarole

Wegbeschreibung:

Vom Bivacco Tiziano steigen wir in das grüne Vallongatal ab und folgen diesem ein kurzes Stück. Nun rechts bei einem Pfeil abbiegen und den Bergrücken des Tacco del Tedesco hoch. Über grasdurchsetzte Schrofen geht es immer weiter bergan und wir erreichen eine Forca - Bergsattel, in 2614 m Höhe. Umfassende Rundschau und schöner Rastplatz.

Jenseits geht es im Ab und Auf zur nächsten Einsattelung und wir steigen abwärts über Gras und Schrofen zu einer Bergschulter. Nun linkshaltend weiter zu einem Steilabstieg. Hier kletternd hinunter zu einer Rinne, diese weiter hinunter in ein grünes Bergbecken. Nun durch Felsblöcke hindurch und über grüne Wiesen in Richtung auf die Felsen des Mescul. Kurz davor erreichen wir die

Biwakschachtel Alberto Musatti.

 

Zum Bivacco Leo Voltolina - 2082 m

Bivacco Leo Voltolina - 2082 m
Bivacco Leo Voltolina - 2082 m

750 Hm. + 6:00 Std. - Anspruchsvoller Übergang mit viel leichter Kletterei

Wegbeschreibung:

Auf der "Strada Sanmarchi" markierte Route CAI 280, eine großartige und anspruchsvolle Bergwanderung, bei Nebel und Schneelage recht problematisch, für erfahrene Tourengeher ein "Genuss".

Hinter dem Bivacco Musatti steigt man über grüne Wiesen bergab bis fast zum Grunde des Meduce di Fuori. Den Markierungen folgend geht es westwärts steil empor in Richtung zu einem Grat. Nun eine extrem steile und sehr brüchige enge Rinne hoch und mit Hilfe von etwas Kletterei zu einer Felswand. Diese wird mit Hilfe eines Stahlseiles hochgeklettert und ihr gelangt in die Forcella del Mescul, 2370 m.

Jenseits der Forcella del Mescul steigt man über einen steilen Grashang bergab, durch eine kleine Rinne rechts weiter und umgeht einen Felsfuß auf 6 Metern. Nun in den Grund des Meduce di Dentro, meist viel Altschnee vorhanden.

Nun westwärts haltend unter die Ostflanke der Croda Rotta. Weiter schräg linkshaltend bergan auf eine grüne Terrasse hoch und zu den sichtbaren Felsstufen. Hier leicht hochklettern zu einer Rinne mit einer Leiter, immer weiter hoch über steiles Geröll und geneigten Felsplatten bis zur Forcella Croda Rotta auf 2520 m Höhe. Großartige Ausblicke.

Achtung:  jenseits der Scharte nicht bergab steigen !

Wir bleiben auf dieser Höhe und gehen nach links in die Westseite zu einem Berggrat. Nun weiter mit leichter Kletterei zu einer kleinen Kuppe. Hier nun gut sichtbar der Abstieg in einen großen Geröllkessel, wenige Farbkleckse, viele Abfahrspuren. Den Markierungen folgend nun in Richtung der Forcella Vanedel. Mit Hilfe von Stahlseilen und freier Kletterei wird diese leicht ausgesetzt erreicht. Nun nach Süden in einen engen Kamin,20 m, steil und brüchig hinunter. Weiter auf eine Bergschulter hoch, dahinter auf Felsen wieder bergab klettern und weiter über Schrofen hinunter, erreicht ihr eine grasige Kuppe, dann linkshaltend zu einem grasigen Sockel und hinunter in eine oft mit Altschnee gefüllten Mulde. Wir durchqueren diese Mulde und kommen zu einem Felsaufschwung. Die Wand wird auf einem Band mit Hilfe von Stahlseilen gequert. Anschließend etwas bergab in das Val di Mezzo zu einem Wildbach. Diesen folgt man bis ein Steig sich zu einem Hang zuwendet, auf diesen berghoch zu dem im letzten Moment sichtbaren Bivacco Leo Voltolina auf 2082 m Höhe.

 

Zum Rifugio San Marco - 1823 m

Rifugio San Marco - in beschaulicher Umgebung aussichtsreich gelegen
Rifugio San Marco - in beschaulicher Umgebung aussichtsreich gelegen

450 Hm. + 3:30 Std. - Herrliche Bergwanderung mit schönen Bildern

Wegbeschreibung:

Das ist nun der letzte Abschnitt der anspruchsvollen Marmarole Durchquerung. Dieser Übergang mittels der Felsbändern auf halber Höhe - Cengia del Doge - bringt uns ohne größeren Höhenverlust in Richtung Rifugio San Marco.

Vom Bivacco Leo Voltolina wieder hinunter zur Wasserstelle. Der Bergsteig CAI 280 geht hier links ab. Nun fast eben durch Latschenkiefer entlang. Die Steigspuren werden ausgesetzter, die Felsbänder immer schmaler und nur mit Hilfe von Stahlseilen kommen wir an den Unterbrechungsstellen weiter. Nun um eine Kante herum zur einer Rampe und in die Schlucht einer engen dunklen Rinne - recht rutschig hier. Aus ihr heraus zu einem Schotterkar an der Ostseite des Corno del Doge leicht bergab gehend in eine weitere rutschige feuchte Rinne - oftmals Altschnee haltig.

Kurz in leichter Kletterei eine Felsstufe hinunter in den Talboden des oberen Val di San Vito.

Nun auf den Steig CAI 226 weiter, über Wiesen bergan, um einen Felsturm herum und in Richtung Forcella Grande, 2255 m, berghoch. Jenseits in steilen Kehren bergab zu einer wichtigen Wasserstelle, am Waldrand querend entlang zu einem kleinen Hügel, auf diesem das Rifugio San Marco auf 1823 m Höhe aussichtsreich steht.

 

Und weiter geht diese Dolomiten Höhenwanderung mit

den Etappen der Monte Antelao Umrundung.

 

Der Monte Antelao
Der Monte Antelao