Die Tagesetappen durch die Sextener Dolomiten

Von Sexten zum Rifugio Zsigmondy-Comici - Hütte auf 2235 m

Rifugio Zsigmondy-Comici-Hütte in großartiger Landschaft gelegen.
Rifugio Zsigmondy-Comici-Hütte in großartiger Landschaft gelegen.

900 Hm. + 3 Std. - Leichte und herrliche Wanderung mit Schlussanstieg

Wegbeschreibung:

Von Sexten aus geht es in das Fischleintal, einem Waldweg, ausgeschildert zur Talschlußhütte, 1526 m. Nun durch wunderschöne Lärchenwiesen weiter taleinwärts.

Bei der Talschlußhütte den Bergsteig CAI 103 nehmen und unproblematisch hoch zum Rifugio Zsigmondy hoch wandern. Herrliche Bergbilder begleiten uns.

 

Zum Rifugio Carducci Hütte - 2297 m

Rifugio Carducci Hütte
Rifugio Carducci Hütte

480 Hm. + 3:15 Std. - Großartige Panorama Wanderung

Wegbeschreibung:

Kenner werden sich wundern, warum so viel Zeit zur Carducci Hütte?  In den deutschen Bergführer Büchern wird der kürzeste Weg beschrieben: 200 Hm. und eine Stunde. Ungeachtet, welche Wegführung sich die Italiener ausdachten, und vor allem auch warum. Westlich paralell führt ein großartiger Höhenweg an der Westseite des Zwölfer vorbei. Dieser Weg wird hier von mir beschrieben.

Der Bergsteig CAI 101 bringt uns westwärts hoch in Richtung der Büllelejoch Hütte auf 2528 m. Großartiges Panorama dort oben !

Von der Büllelejoch Hütte geht es südlich weiter in das Oberbachernjoch, 2519 m. Nun auf den Bergsteig CAI 107 ausgeschildert zum Bivacco De Toni, 2578 m, hinüber wandern.

Bis zum Bivacco guter Wanderweg ohne Probleme.

Der nun folgende Abschnitt begeht schmale Bergbänder, öfters auch mal ausgesetzt, wir umrunden leicht abwärts gehenden die Cima d´Auronzo auf halber Höhe. Es folgt ein 160 m Abstieg mit einem Gegenanstieg und gelangen so in die Forcella Maria, 2408 m. Jenseits der Forcella geht es auf schmalen Bergsteig weiter, später nur noch abwärts zur bereits sichtbaren Carducci Hütte.

 

Nach Auronzo - 885 m

Auronzo di Cadore an der Südseite der Sextener Dolomiten
Auronzo di Cadore an der Südseite der Sextener Dolomiten

1400 Hm. im Abstieg + 3 Std. in das Val d´Ansiei

Mit dem langen Steilabsieg durch die wilde Schlucht des Val Giralba endet die Durchquerung der Sextener Dolomiten. Wer gleich weiter zum Rifugio Ciareido durch das Val da Rin aufsteigen möchte, sollte unbedingt zeitig aufbrechen. Anderseits kann man aber auch in Auronzo - guter Zeltplatz - übernachten und diesem sehr schönen Ort seinen Besuch abstatten, sehr gute Pizzaria und Eisdiele vorhanden.


Die Wegbeschreibung:

Eine alte Kriegstraße mit Weg Nr.103 führt an der linken Seite nach Süden steil hinunter in das Giralba. Nach etwa 12 Min. kommt von der linken Seite der Steig der "Via Ferrata Cengia Gabriella" daher, wir bleiben auf dem Hauptweg, welcher uns an der rechten Talseite meist in Kehren steil hinunterführt. Buschwerk, Nadelwald, etwas Geröll und durch Gestrüpp führen nun in engen Kehren weiter steil bergab, an einer Felsnische vorbei, mehrmals über einen Bach, nicht immer wasserführend, gefolgt von einer längeren Querung und weiter hinunter in das etwas breiter werdende Val Giralba.

Der Weg wird immer besser. Von links kommt der Steig 109, welcher zum Bivacco Battaglione Cadore durch das Val di Stallata hinaufführt. Allgemein sieht man hier das wilde Szenario der Südabstürze der Sextener Dolomiten.

Nun weiter in südlicher Richtung weniger steil abwärts bis zu einer Engstelle. Hier solltet Ihr unbedingt Ausschau halten nach dem besten Durchstieg. Im Herbst 2014 waren sehr viel Geröllblöcke und Abrutschungen beim Abstieg hinterlich, dazu alles nass und lehmig. Mit etwas herumsteigen findet Ihr einen Durchschlupf, danach wird der Steig deutlich besser, gefolgt von einem Schotterweg kommen wir hinunter zu den Häusern von Ligonto Dentro und zur Staatstraße des Val d´Ansiei.

Hier eine Bushaltestelle nach Auronzo - und der Weiterweg in die Marmarole Dolomitengruppe.


Herrliche Variante für erfahrene Bergsteiger

Zum Bivacco Battaglione Cadore - 2219 m

Unten rechts sichtbar das Bivacco Battaglione Cadore auf einer kleinen grünen Insel gelegen.
Unten rechts sichtbar das Bivacco Battaglione Cadore auf einer kleinen grünen Insel gelegen.

430 Hm. + 3:00 Std. - die Ferrata "Cengia Gabriella

Wegbeschreibung:

Diese hier von mir beschriebene Variante über die Ferrata Cengi Gabriella ist großartig und voll landschaftlicher Höhepunkte. Wer nicht im Bivacco Cadore nächtigen möchte und gleich weiter nach Auronzo absteigen will, sollte früh von der Carducci Hütte aufbrechen. In der Summe hat man 7 Stunden vor sich mit dem langen Abstieg ins Tal.

Von der Carducci Hütte auf Weg CAI 103 130 Hm. in südlicher Richtung hinunter zu einer Weggabelung: hier geht links der Steig CAI 110 ab. Wir queren eine schattige Geröllschlucht um anschließend in eine steile, oft mit Altschnee gefüllte Rinne, 150 Hm. hoch zu steigen. Mit Hilfe von einem Stahlseil erreichen wir die ersten Felsbänder. Ausgesetzt und mit großem Panorama führen uns diese schmalen Bänder um einen Berg herum. Unterbrochen von mehreren feuchten Rinnen, welche immer im Auf und Ab gequert werden, kommen wir vorwärts. Alle schwierigen Passagen sind mit Stahlseil, teilweise auch kurze Leitern, gesichert. Stellenweise sind die Überhänge so tief, das wir großgewachsene Wanderer so unsere Probleme damit haben könnten. Auf halben Wege geht es eine Felswand schräg querend hinunter, sicher die anspruchsvollste Stelle. Um eine Ecke kommend erreichen wir das Val Stalata und erblicken unten das rot leuchtende Bivacco Cadore. Wenn wir zum Bivacco oberhalb paralell stehen, sollte wir aufpassen, den Zwischenabstieg hinunter zum Bivacco zu finden. Er führt mittels vielen Leitern 140 Hm. direkt senkrecht in die grüne Mulde hinunter, wo das Bivacco Battaglione Cadore auf 2219 m steht. Herrliche, wilde Bergmotive.

 

Ausblick zur Sorapiss und Marmarole über das tiefe Val d´Ansiei hinweg
Ausblick zur Sorapiss und Marmarole über das tiefe Val d´Ansiei hinweg

Weiterweg nach Auronzo

Wegbeschreibung:

Am Bivacco Battaglione Cadore beginnt der Steig CAI 109, welcher euch südwärts hinunter ins Tal Val d´Ansiei führt. Gleich nach 10 Minuten ist das Bergab Klettern angesagt. Unterhaltsam werden mehrere Felsstufen hinunter gestiegen bis wir wieder auf einem schmalen geröllhaltigen Bergsteig kommen. Ordentlich markiert geht es tief hinunter zur Einmündung des Val Giralba. Nun ohne weitere Probleme auf gemeinsamen Wege hinunter ins Tal.

Unten an der Straße angekommen, müssen wir linkshaltend die Straße entlang marschieren bis nach Auronzo und wer möchte, zum Campingplatz Europa.

 

Und nun wartet auf Euch der Höhepunkt - es gibt sehr viele auf dieser Tour - des Dolomiten Höhenweg 5,

die Durchquerung der Marmarole Gruppe.

Auf dem Campingplatz Europa in Auronzo di Cadore
Auf dem Campingplatz Europa in Auronzo di Cadore