Dolomiten Höhenweg 6

Der Touren - Verlauf

 Die alte Original Route aus den 70-er Jahren der bisherigen deutschen Veröffentlichungen ist nicht mehr in allen Etappen begehbar. Daher geht meine Tour teils neue Wege - bisherige Steige, welche fast unbegehbar geworden sind,  wurden durch neue Varianten ersetzt, - teils habe ich die Ratschläge der italienischen Hüttenleute angenommen, sowie gab es bereits immer Unterschiede zu den italienischen Veröffentlichungen - und auch eigene neue Erfahrungen habe ich einfließen lassen. 

Osttirol hat den Dolomiten Höhenweg 6 zum Anlass genommen, diesen grenzüberschreitend nach Norden zu Verlängern und damit den Startort nach Lienz verlegt. Da es schon von alters her Übergänge von Lienz in das Lesachtal gibt und auch der Übergang nach Sappada uralt ist, ist die Wegführung sehr logisch. Die Lienzer Dolomiten passen landschaftlich sehr gut zu dieser Route.

Wer genug Zeit und Ausdauer mitbringt, wird auf dieser jetzt sehr langen Trekkingtour Erlebnisse haben, die sicher so einmalig sind und bleiben werden.

Des Weiteren ist es mir schon immer wichtig gewesen, ohne das Auto zu Reisen. Gerade bei längeren Unternehmungen braucht dieses nicht wochenlang irgentwo herumzustehen, und mit der Bahn reist es sich auch viel angenehmer.


Forcella Montanaia - oberhalb dem Rifugio Padova
Forcella Montanaia - oberhalb dem Rifugio Padova

Trekking - technischer Überblick

Mit 3 Wochen sollte nun gerechnet werden. Eigentlich kommt Ihr immer in bewirtschafteten Rifugio, so das größere Mengen an Verpflegung nicht mit getragen werden müssen. Aber einmal in einem Bivacco hoch oben zu übernachten oder eine der Casera zu besuchen, hat seine Reize und trägt dazu bei - einen Weg der Stille zu begehen.

Nur ein Weg ist diese Route nicht - mehr eine Abenteuer Tour !

 

Die Campanile im Val Montanaia
Die Campanile im Val Montanaia

Startort ist Lienz in Osttirol, gut mit der Bahn erreichbar, und gleich einen Knüller, die Durchquerung der Lienzer Dolomiten. Der Abstieg führt uns in das Lesachtal, die Perle eines naturbelassenes Fleckchen Erde, mit der Ortschaft St. Lorenzen. Weiter geht es das Frohntal hinauf zum Monte Peralba und der italienischen Grenze. Der Weiterweg führt nach Sappada und zum Rifugio de Gasperi an der Südseite der Clapgruppe. Mit dem Rifugio Giaf betreten wir den Zentralbereich der Friaulaner Dolomiten. Über das Rifugio Padova zur Forcella Montanaia hoch und hinunter zur Campanile di Val Montanaia weiter zum Rifugio Pordenone. Nun ganz neu durch das Val di Santa Maria zur Forcella Spe und weiter zum Rifugio Tita Barba. Casera Cavalet und Casera Laghet de Sora führen die Route zur Forcella Val del Drap. Monte Duranno und Rifugio Maniago bringen den Bergsteiger nach Erto. Neu auch der Aufstieg zur Casera Cornetto und der Weiterweg zum Rifugio Ditta. Über das Rifugio Dolada kommen wir zur Alpago Hochfläche. Das Val Salatis führt uns zum Rifugio Semenza hoch und nach einem weiteren Tag lockt der Caffecrema und ein Eis in Vittorio Veneto.


Die Cima Laste - Blick von der Forcella Val de Drap
Die Cima Laste - Blick von der Forcella Val de Drap

Tour - Information:

Etwa 250 km beträgt die Trekkingstrecke, unter zwei  Wochen so nicht zu machen, idealer Weise bringt man drei Wochen Zeit mit. Nicht immer kann man in bewirteten Hütten übernachten, aber es gibt ausreichende Bivacco und Casera, so das ein Zelt unnötig ist. Ich habe diese Route alleine unternommen, eigentlich genial, aber nicht ohne Risiko. Wenn du einen Partner/in hast, der/die wirklich passt - Kondition und Mentalität - genieße diese Tour zu zweit. Grandios - Unvergesslich - Anstrengend.

Begehbare Zeit der Tour - nach den letztens immer schneeärmeren Wintern durchaus schon Anfang Juni möglich gewesen. Ideal der Juli, aber ab dem letzten Juli-Wochenende bis zum dritten August-Wochenende wegen zum Teil recht vollen Hütten nicht zu empfehlen. Lieber wieder September bis Mitte Oktober. Wer auf Bewirtung verzichten kann, dem sei ab Mitte Oktober diese Tour empfohlen.

Wer keine Kletterkenntnisse hat, sollte diese Tour nicht unternehmen. Dazu werden Erfahrungen benötigt, auf unwegsamen Trassen zu wandern, steile Geröllschluchten zu durchsteigen und Einsamkeit zu mögen.

 

Cime Cadini
Cime Cadini
Am Passo Oberenghe
Am Passo Oberenghe

Weiteres: Meist ist der Wegverlauf ordentlich markiert, sonst weise ich bei den Etappen auf Besonderheiten hin. Wirkliche Trittsicherheit auch mit schweren Gepäck unbedingt erforderlich, Trekkingstöcke helfen unbedingt. Geduld und Demut bei manch langen Anstiegen solltet ihr mitbringen.

Die Vajont Schlucht mit seinem Wildbach
Die Vajont Schlucht mit seinem Wildbach
Unsere Markierung
Unsere Markierung
Solches Wasser löscht den Durst
Solches Wasser löscht den Durst

Spalti di Toro - oberhalb dem Rifugio Tita Barba
Spalti di Toro - oberhalb dem Rifugio Tita Barba
Monte Rinaldo
Monte Rinaldo