Von Hütte zu Hütte  -  Val Cellina Nord  - Dolomiten Friaul

Wichtige Hinweise für diese Hüttentour

Für diese Teilstrecke meiner Hüttentour benötigt ihr einiges an Bergerfahrung, absolute Trittsicherheit, Kletterkenntnisse mit Tourenrucksack, gute Kondition und ein gewisses Gespühr für die Wegsuche. Dafür bekommt ihr eine großartige Dolomitenlandschaft, einsame Natur und Steinbock Familien in nächster Nähe.

Teilweise wandern wir hier auf dem Dolomiten Höhenweg 6. Darüber hinaus auf Bergsteige, welche eigentlich keine mehr sind. Mehrere herrliche Gipfel können von dieser Route aus bestiegen werden. Diese Tour ist in sieben Tagen machbar, wer aber den einen oder anderen Gipfel besteigen möchte, ist schnell auch bei 10 Tagen.

Zu meinen Zeitangaben: ich habe immer die längere Gehzeit hier angegeben, zum einen habt ihr ja richtig Gepäck auf dem Rücken, zum anderen geht Sicherheit vor Schnelligkeit und nicht immer ist der Himmel klar und blau.

 

Hilfe bei Notfällen ist kaum zu erwarten, auch euer Handy bringt euch hier nicht weiter.

 

Natürlich könnt ihr diese Route auch mit Hilfe von den bewirteten Rifugio unternehmen und zumindest teilweise auch dort Essen und übernachten. Aber ohne den Selbstversorger Hütten geht dies nicht.

 

Obwohl ich selbst oft alleine unterwegs hier war, kann ich euch nur raten, zu zweit oder besser zu dritt diese sehr anspruchsvolle Hüttentour in Angriff zu nehmen.

Wenn die Nachfrage - 3 - 5 Bergwanderer - besteht, würde ich im Jahre 2017 zwei oder auch dreimal diese Bergtourenwoche als Bergführer begleiten. Meldet euch bitte rechtzeitig per E-Mail.

Wanderkarte:

TABACCO:  1:25 000 - Blatt 021 - Dolomiti di Sinistra Piave

 

Vom Passo della Mauria - 1298 m

Der Passo della Mauria - der Startort dieser großartigen Hüttentour
Der Passo della Mauria - der Startort dieser großartigen Hüttentour

Zum Bivacco Vaccari - 2050 m

In großartiger Lage inmitten wilder Felswände steht das Bivacco Vaccari auf einem Wiesenhügel.
In großartiger Lage inmitten wilder Felswände steht das Bivacco Vaccari auf einem Wiesenhügel.

1070 Hm. + 4:00 Std. - Anspruchsvoller Start - auf dem Sentiero Olivato

Wegbeschreibung:

Eigentlich gibt es drei Möglichkeiten zum Bivacco Vaccari zu kommen. Für die Bergsteiger, welche ohne PKW hier beginnen, ihr könnt von Lorenzago di Cadore - bis hierher fahren immer Busse - einen Kilometer die Pass Straße hoch laufen und dann rechts - Wanderweg CAI 340 - in das Val Cridola abbiegen und dieser Steig führt euch direkt zum Bivacco Vaccari. 1160 Hm. + 3:30 Std. - guter Wanderweg, problemlos.

Die zweite Möglichkeit ist der Bergsteig CAI 348, welcher über die Forcella Fossiana und Forca del Cridola zum Bivacco Vaccari führt. Dies ist der Normalweg und führt an der Ostseite des Monte Miaron herum. Etwa 4 Stunden.

 

Meine Route ist abenteuerlicher und spannender.

Zuerst mal völlig entspannt auf dem Waldweg CAI 325 in Richtung Monte Miaron zu einem großen Steinbau berghoch, etwa 1:15 Std.

Bei dem Wegweiser Monte Miaron, 2132 m könntet ihr euern Rucksack deponieren und mal schnell einen herrlichen Berggipfel besteigen, teilweise leichte Kletterei und gut markierte Route, mit großartiger Aussicht.

320 Hm. + 1:45 Std. der Mehraufwand - sehr lohnend.

 

Danach beginnt die Abenteuerroute "Sentiero Olivato".  Dieser auch mal Zeitweise gesperrte Weg ist auch der Test dafür, ob ihr der ganzen Wochentour gewachsen seit.

Zuerst werden die Westhänge des Monte Miaron leicht fallend gequert. Danach geht es einer sekundären Scharte berghoch, schlecht markiert, und jenseits wieder im losen Geröll bergab. Wir bleiben auf dem Steig CAI 325. Nun werden 4 steile Schluchten durchwandert. Nicht immer ist eine Wegtrasse vorhanden oder gut sichtbar. Bemerkenswert die Tatsache, das etwa 3 bis 5 Meter oberhalb des jetzigen Steiges Seilsicherungen angebracht sind, welche nun nutzlos im Fels hängen. So weit ist die Wegtrasse nach unten gerutscht.

Die meisten Schwierigkeiten lassen sich weiter unten umgehen um anschließend wieder nach oben zu steigen. Unangenehm ist teilweise der feine Split - Handschuhe !

Zum Glück geht es leicht bergab und die Unterbrechungen sind auch nicht lang. So kommt ihr doch recht gut voran. Nach der vierten Schlucht geht es um eine Bergkante herum und recht steil im Gras mit einigen Felsen bergab. Problemlos, wenn das Gras trocken ist. Nach 150 Hm. bergab kommt ihr in eine Senke, hier Achtung:  auf eine Wegspur nach links, wenige Markierungen und ein kleines Schild führen euch nun wieder bergan in Richtung Bivacco Vaccari. Die letzten Höhenmeter sind recht steil.

 

Zum Bivacco Marchi-Granzotto - 2152 m

Das Bivacco Marchi-Granzotto in einer stillen Ecke der Friaulaner Dolomiten
Das Bivacco Marchi-Granzotto in einer stillen Ecke der Friaulaner Dolomiten

830 Hm. + 4:00 Std. - Klassische Bergtour, gut markierte Steige

Wegbeschreibung:

Vom Bivacco Vaccari in südwestlicher Richtung an Felswänden entlang leicht bergab in eine Geröllsenke. Wegweiser und Steig CAI 344 in südliche Richtung berghoch zur Tacca del Cridola. Wilde Umgebung dieser Scharte.

 

Hier besteht die Möglichkeit, den Rucksack zu deponieren und auf einer markierten Route zum Monte Cridola, 2581 m hoch zu steigen. Klettern bis max. 2.Grad, viel auch steigen. Gleiche Route auch zurück. Mehraufwand 1:45 - 2:15 Std.

 

Jenseits der Tacca del Cridola geht es steil, aber unschwierig hinunter zur Forcella Scodavacca. Nun auf gutem Wanderweg nach links, Osten, bergab bis zur Höhe von etwa 1650 m. Achtung: Ihr müßt hier rechts ab auf den "Anello di Bianchi" Nach weiteren 25 Minuten gleich wieder rechts ab, Steig CAI 354 zur Forcella da Busas, 2256 m. Recht steil mit viel Geröll und Schutt geht es hoch zu einer sehr schmalen und steilen Scharte. Jenseits problemlos bergab zum bald sichtbaren Bivacco Marchi-Granzotto.

 

Zum Bivacco Perugini - 2060 m

Das Bivacco Perugini am Wahrzeichen der Friaulaner Dolomiten: der Campanile di Val Montanaia
Das Bivacco Perugini am Wahrzeichen der Friaulaner Dolomiten: der Campanile di Val Montanaia

530 Hm. + 2:30 Std. - Teilweise sehr anspruchsvolle Bergtour

Wegbeschreibung:

Dieser Abschnitt führt uns in das Herz der Friaulaner Dolomiten. Vom Bivacco Marchi-Granzotto geht es westlich hinüber, Steig CAI 349, und bergan zur Forcella del Leone, 2290 m.  Jenseit geht es das Val Cimoliana bergab bis etwa 1860 m. Achtung: der Steig CAI 360 zur Forcella Cimoliana ist seit geraumer Zeit ausgelassen worden, bergauf ist diese Schlucht aber passierbar, ihr müßt euch meistens an der rechten Seite bewegen, teilweise an den Felswänden euch festhalten, sehr hilfreich sind stabile Wanderstöcke mit harten Spitzen. Bei Gruppen auf Steinschlag achten und nicht zu dicht gehen. Für die letzten 30 Hm. ist ein Halbseil für Schwächere nützlich. Zuerst rechtshaltend fast eben zu den Felswänden, leicht steigend herum und in die Mitte der schmalen Schlucht steil über Geröll und Schutt mühsam berghoch.

 

Alternativ wären die Steige CAI 342 + 353 zum Bivacco Perugini möglich, deutlich länger und nur unwesentlich leichter.

 

Anmerkung: Als ich im Sommer 2015 mit einer Gruppe die Forcella Cimoliana hochstieg, haben wir das schwierigste Teilstück der Schlucht mit einem 30 m Seil gesichert, und so konnte jeder sich am Seil problemlos hochziehen.

 

Jenseits der Forcella Cimoliana, 2183 m,  der herrliche Blick hinunter zur Campanile di Val Montanaia mit seinem Bivacco Perugini.

 

Blick zur Campanile di Val Montanaia von der Forcella Cimoliana aus - nach mühevollen Anstieg !
Blick zur Campanile di Val Montanaia von der Forcella Cimoliana aus - nach mühevollen Anstieg !

Zur Ricovero Casera Roncada - 1781 m

Auf einer Waldlichtung stehend die Casera Roncada
Auf einer Waldlichtung stehend die Casera Roncada

600 Hm. + 4:00 Std. - Abstieg 900 Hm. gut markierte Steige + Wege

Wegbeschreibung:

Dieser Abschnitt ist deutlich einfacher und technisch problemlos. Vom Bivacco Perugini geht es in südlicher Richtung linkshaltend an der Campanile vorbei und dann in vielen Kehren und Serpentinen tief hinunter. 110 Hm. vor erreichen des Talbodens besteht die Möglichkeit nach links hinüber zum Rifugio Pordenone zu laufen, 15 Min.

Wer gleich weiter möchte, erreicht in 15 Min. den Talboden und einen großen Parkplatz.

Anmerkung:  Wer seine Hüttentour außerhalb der Öffnungszeiten der bewirteten Rifugio plant und machen möchte, hätte hier die Möglichkeit, eine Lebensmittelversorgung zu organisieren. Cimolais ist etwa 13 km entfernt und mit einem PKW gut erreichbar. Allerdings ist die Straße zwischen November und April geschlossen.

 

Der Aufstieg zur Casera Roncada auf dem Wanderweg CAI 370 ist gut ausgeschildert, bestens markiert und nicht zu verfehlen. Einzig das große Geröllfeld wandert und auf halben Wege zur Hütte müßt ihr unbedingt bei der Quelle euer Trinkwasser mitnehmen.

 

Zur Ricovero Casera Bregolina Grande - 1858 m

Die sonnig gelegene Casera Bregolina Grande
Die sonnig gelegene Casera Bregolina Grande

Zur Casera Bregolina Piccola - 1746 m

Casera Bregolina Piccola
Casera Bregolina Piccola

Zur Ricovero Casera Pramaggiore - 1812 m

Casera Pramaggiore
Casera Pramaggiore

Zur Ricovero Casera Valbinon - 1778 m

Casera Valbinon
Casera Valbinon

Zum Bivacco Gervasutti - 1940 m

Bivacco Gervasutti
Bivacco Gervasutti

Zur Casera Cavalet - 1995 m

Casera Cavalet
Casera Cavalet

Zur Ricovero Casera Laghet de sora - 1871 m

Casera Laghet de sora
Casera Laghet de sora

Zum Bivacco Greselin - 1988 m

In wilder Umgebung - das Bivacco Greselin
In wilder Umgebung - das Bivacco Greselin

Zum Bivacco Baroni - 1732 m

An der Nordseite des Monte Duranno - das Bivacco Baroni
An der Nordseite des Monte Duranno - das Bivacco Baroni

Zur Ricovero Casera Bedin di sopra - 1711 m

Casera Bedin di sopra
Casera Bedin di sopra

Nach Erto - 778 m

Erto - oberhalb des Lago del Vajont gelegen
Erto - oberhalb des Lago del Vajont gelegen