Ausgangspunkt:  Der Lago di Barcis

Der Lago di Barcis
Der Lago di Barcis

Zielpunkt:  Der Lago di Selva

Der Lago di Selva - im Sommer 2015 mit etwas niedrigem Wasserstand
Der Lago di Selva - im Sommer 2015 mit etwas niedrigem Wasserstand

Kurzbeschreibung dieser See zu See Trekking Etappe - August 2015

Dauer dieser Bergtour:  8 - 9 Stunden

Bergauf:  1160 Hm

Bergab:  1050 Hm

Gut markierte Wege und Bergsteige, lange Trekkingtour, mit der Gipfelbesteigung des Monte Castello zusätzliche 400 Hm und weiteren 2 Stunden.

Alles im Allem eine der lohnendsten und landschaftlich großartigsten Bergtouren im südöstlichen Raum der Friaulaner Dolomiten.

Nächtigungen: Nur freies Zelten möglich - im Bereich der verfallenen Casera Navalesc, kein Trinkwasser in der Nähe und bei Tranconere, gutes Trinkwasser.

Empfohlene Wanderkarte:  TABACCO Blatt 028 - Val Tramontina

 

Ausführliche Wegbeschreibung

Von Barcis nach Andreis:

entweder bequem mit dem Bus, gegen 8 und 10 Uhr am Vormittag oder leichte Wanderung, etwa 1:15 Std. und 60 Hm.


Von Barcis den Uferweg in östlicher Richtung am aussichtsreichen See entlang, später rechtshaltend über eine Brücke, danach die kleine Straße in östlicher Richtung nach Molassa. Wegkreuzung: nicht links weiter nach Molassa, sondern gerade aus zu einer kleinen Landstraße - ausgeschildert Andreis - am Torrente Alba flußaufwärts entlang. Ausgeschildert links ein kleines Sträßchen bergan, 50 Hm höher, in das schöne Ortszentrum von Andreis.


Nun gemeinsamer Bergsteig, 975, zur Forcella Navalesc, 1526 m,   1100 Hm und 3:30 bis 4 Stunden bergan. Teils recht steiler anstrengender Pfad, gut markiert und in der Sommerhitze ein "Genuss". Landschaftlich eine schöne Bergtour.


Vom Ortszentrum von Andreis zum Trinkbrunnen laufen, danach ein Sträßchen in nördlicher Richtung leicht bergan und hinunter zum meist trockenem Bachbett des Torrente Ledron. Wegweiser: Steig 975, Forcella Navalesc - ist unser Bergpfad.

Nun im Wald gleich recht steil einen Weg bergan, später wieder fast eben in das Tal des Rio de li Pales. Eine Wegabzweigung nach leicht rechts lassen wir außer acht, wir bleiben in einem Wildbachtal und steigen an seiner rechten Begrenzung weiterhin leicht bergan hoch. Überall rauscht das gute Trinkwasser.

Bei etwa 900 m Höhe verlassen wir diese Schlucht und das Wasser. Wir steigen einen steilen Bergrücken auf, hier nicht immer gute Pfadspuren sichtbar, und kommen in einer sehr steilen Felsschlucht an. Diese muß nicht erklommen werden, sondern unser Steig geht scharf rechts ab, steil hoch, wir queren eine Bergkante zum Teil etwas heikel und wenden uns in ein steiles Hochtal hinein. Dieses wird in nördlicher Richtung mühsam hochgestiegen, teils wegloses Gelände, bis wir etwas geschafft die Forcella Navalesc auf 1526 m Höhe erreicht haben. Im Nahbereich der Forcella großartige Aussichtspunkte bis weit an das Mittelmeer hinunter.


Wer möchte und noch nicht genug vom Steigen hat, dem empfehle ich unbedingt die Besteigung des Monte Castello, 1937 m hoch. Eine ideale Aussichtskanzel in diesem Teil der Friaulaner Dolomiten.


Kurze Wegbeschreibung zum Monte Castello:

rot markierte Route, in östlicher Richtung 400 Hm und 75 Minuten Aufstieg, eine Bergtour ohne Kletterei, recht steiler Bergpfad und auf gleichem Weg in einer Stunde wieder zurück zur Forcella Navalesc.

Zuerst meist den Spuren folgend im lichten Bergwald aufsteigen, später offenes steiles Wiesengelände, bei Nässe recht heikel, zum Schluß eine Bergflanke hoch zum Gipfel des Monte Castello. Grandiose Aussicht in alle Richtungen über alle Gipfel der Friaulaner Dolomiten.


Teilweise die sichtbare Bergflanke für den Aufstieg zum Monte Castello
Teilweise die sichtbare Bergflanke für den Aufstieg zum Monte Castello

Der Weiterweg ab der Forcella Navalesc zum Lago di Selva.

Jenseits der Scharte etwa 60 Hm den Farbmarkierungen folgend im lichten Bergwald bergab und dann Achtung: nicht den Spuren folgend zu den Ruinen der verfallenen Casera Navalesc wandern, Steig 975, sondern fast weglos leicht rechtshaltend den farblich markierten Holzstangen nach in eine 40 m tieferen Talmulde hinunter und danach auf gute Pfadspuren im Wald weiter bergab.

Danach einen bewaldeten Bergrücken steil abwärts in das Val Andreana hinunter und auf guten Steigen in nördlicher Richtung tief berab wandern. Später wird fast eben eine Bergkante rechts herum umgangen, dann in eine Schlucht hinein und jenseits leicht bergan kommen wir nach Tranconere, 603 m.

Hier ist gut freies Zelten geschützt im Wald möglich.


Folgende Wegkreuzungen und Bergtouren:

a.) nach Westen, der Steig 966,  die "Strada degli Alpini" über die Forcella Clautana, 1432 m  weiter nach Claut. 850 Hm und 2:30 - 3 Stunden hoch zur Forcella, eine weitere Stunde zum Rifugio Pradut, 1431 m hoch gelegene bewirtete Berghütte auf Steig 960 problemlos erreichbar.

b.) nach Osten, Weg 966 zum Lago di Selva bis Sisilan, fast eben in einer Stunde erreichbar.

c.) Bergsteig 974 nach Süden, eine Abenteuertour über die Forcella Giaveid, 1476 m und Steig 977 tief hinunter zum Bivacco Molassa, 700 m und weiter zum Lago di Barcis zurück.

900 Hm Aufstieg und 3 Stunden zur Scharte, 2:30 Std. zum Bivak und nochmals 2 Std. Abstieg zum See.


Eine Bilder Gallery zu dieser Gebirgs Seen Trekkingtour

Erste Möglichkeit beim Aufstieg zur Forcella Navalesc zum freien Zelten
Erste Möglichkeit beim Aufstieg zur Forcella Navalesc zum freien Zelten
Hier könntet Ihr Euch, wie ich es tue, bei großer Hitze erfrischen und baden
Hier könntet Ihr Euch, wie ich es tue, bei großer Hitze erfrischen und baden
Ein naturbelassenes Wildbachtal immer an der rechten Seite entlang führt uns bergan
Ein naturbelassenes Wildbachtal immer an der rechten Seite entlang führt uns bergan
Das Tal wird steiler und enger bis es in eine wilde Schlucht endet
Das Tal wird steiler und enger bis es in eine wilde Schlucht endet
Hier geht es nicht mehr weiter - wir müssen rechtshaltend steil diese Schlucht verlassen
Hier geht es nicht mehr weiter - wir müssen rechtshaltend steil diese Schlucht verlassen
Hier geht es rechtshaltend steil weiter berghoch bis ein steiles Hochtal erreicht wird
Hier geht es rechtshaltend steil weiter berghoch bis ein steiles Hochtal erreicht wird
Wir sind nun oberhalb des steilen Hochtales - Rückblick nach Süden
Wir sind nun oberhalb des steilen Hochtales - Rückblick nach Süden
An der Forcella Navalesc mit Ausblicken nach Norden über die Friaulaner Dolomiten
An der Forcella Navalesc mit Ausblicken nach Norden über die Friaulaner Dolomiten
An der Forcella Navalesc mit Ausblicken nach Süden hinweg bis zum Mittelmeer
An der Forcella Navalesc mit Ausblicken nach Süden hinweg bis zum Mittelmeer
Unbekanntes Bergland in Richtung Westen von der Forcella Navalesc aus betrachtet
Unbekanntes Bergland in Richtung Westen von der Forcella Navalesc aus betrachtet
Freies Zelten im geschützten Wald bei Tranconere
Freies Zelten im geschützten Wald bei Tranconere
Abendstimmung in den Friaulaner Dolomiten nach einem grandiosen Trekkingtag
Abendstimmung in den Friaulaner Dolomiten nach einem grandiosen Trekkingtag