Mit Kindern auf Tour !

Erfahrungen und Empfehlungen - Kinder und Jugendliche im Gebirge

Christin - und der Berg ruft !
Christin - und der Berg ruft !

Mit Kindern auf die Berge - ab wann und wie ?  Das fragen sich viele Eltern.

 

Nun erst einmal etwas Biologie:

Wie bei uns Eltern benötigen auch die Kinder eine Eingewöhnungszeit im Hochgebirge. Bei Belastungen haben auch sie erhöhte Pulswerte und vermehrt Durst. Dazu ermüden sie anfangs auch schneller, wie zu Hause im Flachland. Aber unsere Kinder passen sich deutlich schneller an diese Herausforderungen in der Höhe an, wie wir. So ist eigentlich nur die Länge einer Tour entscheident.

 

Zur Sicherheit: Sind unsere Kinder noch sehr klein, dann werden diese eigentlich ja nur getragen. Hier ist der Steinschlag die größte Gefahr. Keine steile Rinnen, nicht an senkrechten Wänden entlang und das Problem ist keines. So bleibt der Sonnenschutz und das Trinken als Wichtigstes übrig.

Laufen unsere Kinder teilweise schon selbst mit, ist die Unachtsamkeit ein Problem. Ich habe dies so gelöst, das an absturzgefährteten Steigen meine Tocher immer an einem Klettergurt angebunden war.

 

Ab welchen Alter können unsere Kinder mitgenommen werden ?

Bei geeigneten Tragetuch und nicht zu langer Tour ab den 4. Lebensmonat problemlos möglich. Mit einem Jahr machte ich mit meiner Tochter schöne Tagestouren, allerdings mit vielen Spielpausen. Den langen Tag nur hinten im Tragegestell zu sitzen, sollte unbedingt vermieden werden.

Mit 2 + 3 Jahren wurden die Touren so gestaltet, das Christin mal wanderte und mal getragen wurde. Ihre Wünsche wurden hier immer umgesetzt.

Ab ihrem 4. Lebensjahr war das Tragegestell mehr eine stille Reserve, sollte Christin zu schnell ermüden oder hatte auch mal weniger Lust zum laufen.

Mit 5 + 6 Jahren kam ein Umdenken bei der Tourenplanung. Jetzt wollte auch sie Klettern, es durfte nicht langweilig werden, und Aktion war gefragt.

 

Christin in den Sextener Dolomiten - im Hintergrund die drei Zinnen
Christin in den Sextener Dolomiten - im Hintergrund die drei Zinnen

Nun etwas zur Ausrüstung.

Beim Tragegestell Geld zu Sparen, rächt sich meist richtig. Kein guter Sitz schadet dem Kind und ein schlechtes Gestell mit mießen Gurten zerlegt uns Eltern. Dazu benötigt man noch Stauraum, vor Allem, wenn wie ich meist alleine mit ihr unterwegs war.

Laufen die Kinder mit - auch nur teilweise - sind ihre Schuhe genauso wichtig, wie unsere. Sie müssen sitzen, genug Platz für die Zehen haben und die Sohle sollte richtig Gripp haben.

Bis etwa 4 Jahren nahm ich nur einen Brustgurt für Christin und ein Halbseil mit 15 Metern. Als sie richtig mit dem Klettern begann, war ein Kombigurt Pflicht.

Tipp: habe anfangs leichte Klettersteige, werktags mit ihr gemacht, zwischen gesichert an der Ferrata - aber ihr Mut gemacht, neben dem Eisen im Fels zu Klettern. So war alles bestens gesichert und der Spass am Klettern war da.

 

früh übt sich die spätere Meisterin
früh übt sich die spätere Meisterin
Und wieder war ein Gipfel geschafft
Und wieder war ein Gipfel geschafft

Ein besonderes Erlebnis war die erste Übernachtung in einem Bivacco. Da war Christin 5 Jahre und ich hatte einen richtig vollen Rucksack dabei. 2 Tage nur draußen in der Natur bei bestem Wetter, eine leichte Ferrata und ein schöner Gipfel - am Ende hatte nur der Papa genug - Christin wollte garnicht nach Hause.

 

Eine Fotogalerie meiner Tochter Christin - anklicken und schauen !

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