Naturpark Sextener Dolomiten

Die "Drei Zinnen"
Die "Drei Zinnen"

Geschichte und Geografie der Sextener Dolomiten

Relativ spät begann die Erschließung der Sextener Dolomiten. Paul Grohmann war hier der Bahnbrecher für den Tourismus. Mit der Besteigung der Großen Zinne und der Drei Schusterspitze setzte er ein sichtbares Zeichen. Heute gehört ein Besuch der Sextener Dolomiten zum Standard jeder Dolomitenreise - Leider ! Die Besucherzahlen haben im Bereich der Drei Zinnen einen Volkswandertag Charakter und der PKW Verkehr zur Auronzohütte von Misurina aus gleicht der einer Stadt. Das die Mautpflichtige Straße dorthin einen top Zustand hat, unterstreicht nur noch die geldgierige Ausrichtung des Tourismus.

 

Den nordöstlichen Dolomitenraum beansprucht die Sextner Gruppe voll für sich. Klar umrissene Grenzen heben ihre Berge von den übrigen Dolomiten ab.

Die Anreise erfolgt am Besten über das Pustertal nach Toblach oder Sexten-Moos.

Die Rienz begrenzt im Westen von Toblach nach Schluderbach das Gebiet. Die Staatstraße nach Misurina und weiter in das Val di Ansiei mit der Stadt Auronzo die Südabgrenzung. Im Osten trennt das grüne und weite Val Comelico und der Kreuzbergpass die Sextener Dolomiten vom Karnischen Hauptkamm ab. Der Sextenbach mündet bei Innichen in die Drau und markiert so die Nordgrenze der Berggruppe.

 

Mächtig wilde Sextener Dolomiten
Mächtig wilde Sextener Dolomiten

Untergruppen der Sextener Dolomiten

Ein so ausgedehntes Gebiet gliedert sich in vielen Untergruppen auf. Im Norden beginnt es mit dem Haunold gefolgt mit dem Schusterkamm und der Drei Schusterspitze. Der Elferkofel im Osten, der Giralbastock und der Zwölfer folgen hier und der Paternkofel leitet in das Zentrum mit den weltberühmten drei Zinnen. Im Süden vorgelagert stehen die vielen Spitzen und Zacken der Cadinigruppe hoch über den Lago Misurina.

Viele - all zu Viele - gut markierte Wanderwege bieten dem Bergsteiger eine große Auswahl an Touren. Dazu bewirtete Berghäuser und Bivacco in den Randgebieten. Dazu leitet auch noch der Dolomiten Höhenweg 4 durch das Gebiet.

Das es auch noch eine Berglaufveranstaltung von Sexten zu den Drei Zinnen jedes Jahr im September gibt reicht auch noch nicht. Der Giro Italia kommt auch des öfteren hier mit seinem Radfahrerfeld vorbei und unzählige Mountainbiker bevölkern das Gebiet.

Ich kenne keine Ecke in den Dolomiten, wo mehr Besucher auf so engsten Raum sich befinden mit all den Begleiterscheinungen des Massentourismus.

Mein Tip:  Kommt mal im November in diese Berge bevor der große Schnee einsetzt. Voller Schönheit und einem besonderen Licht des Frühwinters.

 

Im November unterwegs - am Mitteralpsee zu Füßen des Birkenkofel
Im November unterwegs - am Mitteralpsee zu Füßen des Birkenkofel
Im November unterwegs - Rund um die Drei Zinnen
Im November unterwegs - Rund um die Drei Zinnen

Bergtouren in den Sextener Dolomiten

Hier werde ich eine Auswahl an Bergtouren und Klettersteigen beschreiben, die im Laufe der Zeit immer weiter ergänzt werden.

 

Im November unterwegs - Aussicht an der Lückelescharte
Im November unterwegs - Aussicht an der Lückelescharte

Die einzelnen Untergruppen der Sextener Dolomiten werden recht unterschiedlich besucht. Im Südosten bekommt der Alpinisteig die meisten Wanderer ab, dagegen ist der Roghelsteig und die Cengia Gabriella eine Einsamkeitstour. Bei meiner Auswahl an Touren versuche ich Beiden gerecht zu werden. Einige wirklich stille Ecken sind auf jeden Fall dabei, wobei hier meist die Anforderungen an den Bergsteiger schnell steigen und auch Kletterkenntnisse gefragt sind. Lohnen tuen sich diese Bergtouren aber immer !

 

Panorama über die Sextener Dolomiten
Panorama über die Sextener Dolomiten
Der Paternkofel
Der Paternkofel