Via Ferrata Roghel und Cengia Gabriella

Bivacco Battaglione Cadore, 2219 m bei Halbzeit dieser Tour
Bivacco Battaglione Cadore, 2219 m bei Halbzeit dieser Tour

Talort ist das Comelico über den Kreuzbergsattel nach Padola. Zufahrt zum Rifugio Lunelli und Aufstieg zum Rifugio Berti, 1950 m, eine Stunde. Nun Steig 109 einen Schuttkagel hinauf zur Mündung einer steilen Schlucht. Mit Hilfe der ersten Stahlseilen linkshaltend eine Steilstufe hochklettern. Weiter über Leitern und Eisenbügeln senkrecht hoch.

Tiefblick zum Rifugio Berti
Tiefblick zum Rifugio Berti

Aufstieg vom Rifugio Berti über den Schuttkegel in die Schlucht
Aufstieg vom Rifugio Berti über den Schuttkegel in die Schlucht

Oben in der Forcella Stallata über Leitern und Tritte steil in eine schattige Schlucht abklettern und danach über die Geröllhalde in Richtung Bivacco Cadore. Wegkreuzung ! Entweder direkt rechts weiter oder spannender hinunter zum Bivacco. Vom Bivacco eben hinüber zu einer Steilstufe und diese an Stahlseilen hoch zur Einmündung der Abkürzung.

Forcella Piccola di Stallata oberhalb des Bivacco
Forcella Piccola di Stallata oberhalb des Bivacco

An der rechten Seite die Cengia Gabriella mitten in der Wand
An der rechten Seite die Cengia Gabriella mitten in der Wand

Nun das Terrassenband der Cengia Gabriella entlang gehen, mehrere Schluchten im Auf und Ab queren, ausgesetzte Kriechstellen meistern und geneigte Wände schräg hochklettern. Immer nahe am Abgrund. Eben um eine Felskante herum und die gewaltige Ostwand des Zwölfers vor Augen. Weiter schräg hoch und hinab in eine Scharte.

Steilschlucht Forcella Stallata
Steilschlucht Forcella Stallata

Es gibt auch mal leichtere Abschnitte auf der Bergtour
Es gibt auch mal leichtere Abschnitte auf der Bergtour

Von der Scharte aus steil hinunter in eine meist schneegefüllte Rinnen abklettern und unten eine Firn und Geröllschlucht queren. Nun hinüber zu einem begrünten Gegenhang und diesen 150 Hm. berghoch und zum sichtbaren Rifugio Carducci auslaufen. Geschafft ! Und Morgen? Über den Alpinisteig zurück zum Rifugio Berti !

Tiefblicke vom Feinsten in den Sextenern
Tiefblicke vom Feinsten in den Sextenern

Bivacco Cadore und die Cengia Gabriella
Bivacco Cadore und die Cengia Gabriella
Beginn der Cengia Gabriella
Beginn der Cengia Gabriella
Wilde Sextener Dolomiten
Wilde Sextener Dolomiten

Eine weitere großartige Bergtour - zur Cima Ambata und dem Bivacco Carlo Gera
Eine weitere großartige Bergtour - zur Cima Ambata und dem Bivacco Carlo Gera

Es gibt eine direkte Verbindung vom Bivacco Cadore zum Bivacco Gera. Wer bis zum dritten Grat frei Klettern kann und die einsamste Ecke der Sextener Dolomiten kennen lernen möchte, dem sei diese Bergtour empfohlen. Aber gleich vorweg: nur gelegentliche Steinmännchen als Markierungen und 6 - 8 Stunden für diese Tour und einen gute Nase bei der Wegsuche !


Wegbeschreibung:  Vom Bivacco Cadore in östliche Richtung einen Schutthang hoch und weiter Richtung Südosten aufsteigen zu einer felsigen Wandrinne. Wenige Spuren sichtbar. Diese Wandrinne muß 200 Hm. hinauf geklettert werden, 2+ bis oben ein schönes Terrassenband nach rechts leitet. Großartige Ausblicke. Dieses Band entlang zu einer Unterbrechungsstelle gehen. Schlüsselstelle dieser Tour !  Mit Geschick und Können, 3- diese überwinden und weiter auf schmalen Band um die Felskante herum. Eine kleine Schlucht hochsteigen, jenseits eine queren und nochmals eine Felskante. Jetzt öffnet sich ein wildes große Kar hoch oben um 2600 m. Dieses Felskar wird großzügig durchwandert. Jetzt wird es spannend. Gesucht werden muß der Einstieg zu einer nicht sichtbaren Scharte. Nicht sich zu weit rechts halten, sondern links eine Steilstufe, 2-  hochklettern und um einen Felsblock herum. Gefolgt von einem kurzen Felsband, nochmals etwas hochsteigen und in einer steilen Schlucht problemlos die Scharte erreichen. Jenseits steil gute 400 Hm. hinunter zu einer Wegkreuzung und hinüber zum nun sichtbaren Bivacco Gera.

 

Habe diese Tour 2005 alleine unternommen. Ein 50 m Halbseil, 12 m Vollseil sowie mehrere Schlingen und Karabinern zur Selbstsicherung und zum Abseilen beim Versteigen mitgenommen. War auch nötig, da ich zwei mal falsch gelegen hatte und zurück mußte. Aber es war eine grandiose Bergfahrt - ein Gefühl der Erstbesteigung kam auf !

 

Auch das sind Sextener Dolomiten
Auch das sind Sextener Dolomiten
Steilschlucht nach Süden in das Val Ansiei und dahinter die Marmarole Berggruppe
Steilschlucht nach Süden in das Val Ansiei und dahinter die Marmarole Berggruppe