Die Monte Valcalda Bergtour

Aussichtsreiche Wanderrunde östlich des Passo Rest

Der Monte Valcalda, 1908 m - von Westen aus gesehen - vom Abstiegssteig des Monte Rest
Der Monte Valcalda, 1908 m - von Westen aus gesehen - vom Abstiegssteig des Monte Rest

Datenblatt dieser Rundtour

Aussichtsreiche und recht lange Wanderrunde, unschwierig auf gut markierten Bergsteige, welche nur bei sehr hohen Gras nicht immer zu finden sind. Das Panorama lohnt den langen Weg, einsame Bergfahrt mit mehreren Möglichkeiten, dort hin zu kommen. Genügend Wasser zum Trinken mitnehmen, unterwegs ist keines zu finden.

1400 Hm im Auf- und Abstieg +  7 - 8 Stunden reine Laufzeit.

Markierte Bergsteige:  829 + 826 + 801

 

Trekkingstöcke sehr empfehlenswert vor allen in den sehr steilen Abstiegspassagen.

 

Berghütten:  die Selbstversorgerhütten:  Casera Sopareit auf 1529 m

                    die Casera Teglara auf 1573 m

                    die Casera della Forchia - nur Notunterstand - auf 1425 m

              und die Casera Monte Rest auf 1501 m

 

Die Forca Sopareit, 1411 m,  und sichtbar der Westkamm zum Monte Valcalda - eine Aufstiegsvariante
Die Forca Sopareit, 1411 m, und sichtbar der Westkamm zum Monte Valcalda - eine Aufstiegsvariante

Talort und Einstieg zu dieser Bergtour

Das nächste Bergdorf, Tramonti di sopra, liegt an der Südauffahrt zum Passo Rest im oberen Val Tramontina. Kurz vor der Kilometertafel 23, beim eigentlichen Beginn der Pass-Straße bei einer Gebirgsbachbrücke weisen Wegweiser nach rechts hinunter.

Hier können 2-3 PKW an der Straße parken.

 

Anmerkung:  wird diese Bergtour am Passo Rest beendet, müßtet ihr dort ein Fahrzeug hinstellen. Ich Handhabe dies so, daß die Wanderer hier aussteigen, ich mit Rad und PKW zum Pass hochfahre, oben das Fahrzeug abstelle und mit dem Rad bequem die schönen engen Serpentinen herunter rausche. Hier das Rad abstelle und verschließe.

 

Im Märchenwald Pian de Macan eine alte halbverfallene schöne Casera
Im Märchenwald Pian de Macan eine alte halbverfallene schöne Casera

Ausführliche Wegbeschreibung

Ich beschreibe diese Bergfahrt hier als große Runde, wobei wir hier unten wieder zurück kommen und kein Fahrzeug oben am Passo Rest parken. Ihr könnt die Bergtour rechtsherum oder auch entgegen gesetzt laufen, leichter ist meiner Ansicht meine Beschreibung, da im Abstieg die ganz steilen Grashänge nicht sind, diese gehen wir im Aufstieg.

 

Der Wegweiser, Steig 829, an der Straße führt uns rechts hinunter zu einem rauschenden Gebirgsbach, an dem wir am linken Ufer entlang wandern. Fast eben kommen wir nach 10 Minuten zu einer leider verfallenen wunderschönen Casera, wie in einem Märchenwald, Pian de Marcan. Bergsteig 829 führt hier in nördlicher Richtung weiter, recht steil bergan durch dichten Bergwald zur ersten Abzweigung: Fontan dal Toff.

Normaler Weise geht unser Weg hier weiter gerade aus. Wer aber mit einem Zeitaufwand von insgesamt 40 Minuten einen landschaftlichen Leckerbissen sehen möchte, folgt diesem Weg, nach 12 Minuten kommt ihr an die Casera Malandrei und weitere 8 Minuten seit ihr in einem wunderschönen Gebirgstal mit Bach, Wasserfall - Fontan dal Toff -  und Badeplatz. Ich war begeistert, und der Zeitaufwand ist wirklich lohnend. Natürlich könnt ihr auch auf dem Abstieg hier vorbeikommen und baden.

Danach auf gleichem Wege zurück.

 

Fontanon dal Toff - Wasserfall, Gebirgstal und Badeplatz vom Feinsten
Fontanon dal Toff - Wasserfall, Gebirgstal und Badeplatz vom Feinsten

Weiterweg und Steilaufstieg

Nun geht es weiter in nördlicher Richtung mäßig steil im Bergwald voran und nach etwa 25 Minuten Achtung: der Bergsteig 829 zweigt hier rechts ab, der 801 er Weg, auf dem kommen wir zurück.

Nun eben eine kleine Geröllschlucht queren und sofort sehr steil bergan hochsteigen, hier sind die Trekkingstöcke - kurz eingestellt - sehr hilfreich. Den Markierungen folgend kommt eine lange mäßig steile Hangquerung im Wald - südöstlicher Richtung, bevor wir dann zum eigentlichen Steilaufstieg kommen.

Nun besonders auf die Markierungen achten, meist an Bäumen gemalt. Supersteile Grasflanken geht es bergan, später auch mit Felsen durchsetzt auf einem Grat, sehr aussichtsreich. Wir erreichen die Hochwaldzone, viel altes Laub behindert schnelles Steigen, bis wir an eine Steilschlucht kommen, wo durch Lawinen viele Bäume umgerissen wurden. Wir bleiben hier an der linken Seite dieser Schlucht, steigen leicht kletternd über mehrere kurze Felsstufen und kommen bald zur Baumgrenze. Hier relativ steil direkt weiter hochsteigen zu einer sichtbaren im Hochgras steckende Eisenstange - bei Nebel weniger hilfreiche Markierung!

Nun weiter auf wenig sichtbaren Graspfad bergan und erst im letzten Moment zur sichtbaren Casera Sopareit auf 1529 m hinüber.

Bis hierher 3 - 4 Stunden, je nach Kondition.

 

Die Casera Sopareit und der Monte Valcalda
Die Casera Sopareit und der Monte Valcalda

Gipfeltour Valcalda, 1908 m

Weiter geht es zum Berggipfel Valcalda. Wenn ihr keine ! - Überschreitung vorhabt, könnt ihr die Rucksäcke hier verstecken, da ihr auf gleichem Wege wieder absteigt.

Der Steig 826 führt direkt über die Westflanke zum Gipfel. Meist Wegspuren im Gras, je nach Höhe des Gras gut zu finden. Bei Nebel lohnt sich dieser Gipfel nicht.

Nach einer Stunde seit ihr oben, großartiges Rundherum Panorama. Und nun die Qual der Wahl - wie weiter?

 

Auf gleichem Weg zurück, das einfachste und schnellste, 35 Minuten zur Casera Sopareit.

 

Eine Überschreitung zum Nordgipfel und weiter den Nordkamm hinunter zur Forca Sopareit - großartige Bergfahrt mit etwas Klettern, markierte Route, nicht bei Nebel und Nässe zu empfehlen, ! Abrutschgefahr sehr hoch ! - bei trockenem und sonnigen Wetter absolut meine Empfehlung.

 

Eine Überschreitung nach Süden zur Casera Teglara, 1573 m, großartige Wandertour auf markierten Kammweg, nicht immer klar zu finden, sehr lange Tour und bei Abstieg auf Steig 834 beste Kondition erforderlich. Unter 9 - 10 Stunden Gesamtzeit ist diese Runde nicht machbar, Übernachtung in der Casera Teglara ? Empehlenswert.

 

Die westliche Aufstiegsflanke zum Monte Valcalda
Die westliche Aufstiegsflanke zum Monte Valcalda

Abstieg zur Forca Sopareit

Überschreitung nach Norden. Am Gipfel auf Wegspuren in nördlicher Richtung den markanten Grat entlang, kurz dahinter steil bergab auf sichtbaren Wegspuren hinunter in eine Scharte. Nun direkt auf den Nordgipfel zuhalten, die Felsen werden meist an der rechten Seite umgangen und direkt mit etwas Klettern aufsteigen. Über den Gipfel Monte Valcalda da Nord, 1884,  hinweg und auf nun besser sichtbaren Bergsteig mit blasser Markierung immer am Hauptkamm entlang absteigen. Nun folgt ein Wiesenkamm, welcher in westlicher Richtung steil abfällt und bei Nässe und Nebel sehr unangenehm wäre. Wir folgen den Spuren und Markierungen, später geht es leicht rechtshaltend in den Wald hinunter und wir erreichen problemlos die Forca Sopareit auf 1411 m Höhe.

 

Blick hinüber zur Forca Sopareit und den Felswänden des Monte Valcalda
Blick hinüber zur Forca Sopareit und den Felswänden des Monte Valcalda

Abstieg zur Casera Sopareit und den Steig " Ursula Nagel "

Wie beim Aufstieg zum Monte Valcalda den gleichen Weg wieder zurück. Aufpassen: etwa 50 m vor erreichen der Casera Sopareit führt der Pfad rechtshaltend wenige Meter entlang und wir kommen in eine steile Abstiegsrinne, ein Farbklecks an einem Stein weiter unten führt uns 50 Hm hinunter. Nun kurz links entlang, gleich wieder scharf rechts abbiegen, Farbmarkierungen, und nun wenig steil bergab zu einer Geröllrinne. Diese leicht abwärts queren und hinüber auf einen guten Steig in den Wald.

Dieser Teil des Weges hatte viele Verlaufer Spuren, also aufpassen, der richtige Weg ist fast schlechter sichtbar.

Nun ist der Weiterweg kein Problem, meist unter den Bergfelsen werden mehrere Schluchten durchwandert, fast immer im Wald und eben. Danach erreichen wir die steile Grasflanke, wir steigen kurz leicht rechtshaltend auf einen Wiesenhöcker und jenseits im Wald bergab zur Forca Sopareit.

 

Hinter der Forca Sopareit die Casera della Forchia
Hinter der Forca Sopareit die Casera della Forchia

Weiterweg und Abstieg ins Tal

Nach der Forca Sopareit geht es fast eben hinüber zur Casera della Forchia, zur Zeit nur als Notunterstand nützbar oder hier Zelten.

 

Wer sein PKW am Passo Rest stehen hat, wandert weiter auf Steig 826 " Sentiero Ursula Nagel " hier durch Wald 150 Hm nochmals bergan, über einen Kammhöcker und hinunter zur Casera Monte Rest, etwa eine Stunde und weiter bergab eine alte Straße zum Passo Rest.

 

Wir folgen dem Bergsteig 801, welcher nun südwärts erstmal recht steil hinunter führt. Nun immer diesen Weg in einem schönen engen Bergtal hinunter, bald begleitet von einem kleinem Gebirgsbach und weiter zur Abzweigung Fontanon dal Toff.

Weiter gerade aus bergab und wie beim Aufstieg nun entgegengesetzt zur Pian de Macan und weiter in 10 Minuten zur Pass-Straße. Geschafft !

 

Blick zurück nach Tramonti di sopra im oberen Val Tramontina
Blick zurück nach Tramonti di sopra im oberen Val Tramontina
Bei solch einer Beschilderung ist die Wegfindung einfach?  nicht immer - weniger in oft sinnvoller !
Bei solch einer Beschilderung ist die Wegfindung einfach? nicht immer - weniger in oft sinnvoller !